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Segeberg Damsdorf will Hilfe bei Straßenerhaltung
Lokales Segeberg Damsdorf will Hilfe bei Straßenerhaltung
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16:50 28.05.2019
Von Detlef Dreessen
Kies und Sand sind begehrtes Baumaterial. Die Gemeinde Damsdorf will aber nicht mit den Kosten für die Sanierung der belasteten Straßen sitzen gelassen werden. Quelle: Detlef Dreessen
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Damsdorf

Wenn weiter in der Region um Damsdorf Kies abgebaut werden soll, darf die Gemeinde nicht mit der Instandhaltung ihrer Straßen alleingelassen werden. Das fordern die Gemeindevertreter vom Land.

Transportkosten sind entscheidend

Im neuen Entwurf für den Landesentwicklungsplan wird die Bedeutung der Region für die Kiesgewinnung deutlich gemacht. Die Vermarktung der mineralischen Rohstoffe sei stark durch die Höhe der Transportkosten begrenzt, heißt es. „Die Gewinnung vor Ort oder aus verbrauchernahen Lagerstätten und die dadurch gewährleisteten kurzen Transportwege garantieren geringere Umweltbelastungen und angemessene Preise für den privaten und öffentlichen Bedarf.“

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Der Rohstoffgewinnung aus verbrauchernahen Gewinnungsstellen für die heimische Wirtschaft komme dabei eine besondere Bedeutung zu.

"Infrastruktur leidet"

So positiv sehen das die Gemeindevertreter jedoch nicht. „Hier vermissen wir als betroffene Gemeinde eine Möglichkeit der Entschädigung, da die dörfliche Infrastruktur wie Straßen und Gehwege sehr unter den Transporten leidet“, schreibt die Gemeinde daher in ihrer Stellungnahme an das Land.

„Die Wiederherstellung und Reparatur der Straßen nimmt einen erheblichen Teil des Gemeindehaushaltes in Anspruch. Zudem besteht hier eine erhöhte Gefahr für Leib und Leben der ortsansässigen Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Kinder“, argumentiert die Gemeinde. Die Stellungnahme wurde jüngst vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet.

„Wir haben nicht viel Geld zur Verfügung“, sagt Bürgermeister Jürgen Kaack. Jedes Jahr nehme die Gemeinde um die 20000 Euro für Wege- und Straßenunterhaltung in die Hand. „Mehr geht auch gar nicht.“

Abgelehnt: Förderung von Öl und Gas

Grundsätzlich abgelehnt wird von Damsdorf die Förderung von Kohlenwasserstoffen aus dem Erdreich – egal, ob mit oder ohne Fracking. Im Landesentwicklungsplan heißt es, im Bereich des schleswig-holsteinischen Festlands sei aufgrund der geologischen Gegebenheiten von einer nahezu flächendeckenden Verbreitung von Gesteinen auszugehen, die voraussichtlich sinnvoll mit dem Einsatz der Fracking-Technologie zu erschließen wären.

Doch das Land will wegen der daraus resultierenden Raumbedeutsamkeit und der mit der Erschließung verbundenen Risiken die Aufsuchung und Gewinnung fossiler Rohstoffe mittelfristig auf die Förderung ohne Einsatz der Fracking-Technologie beschränken und langfristig vollständig aufgeben.

Fracking schließt das Land aus

Die Gemeindevertretung nehme „wohlwollend zur Kenntnis, dass Fracking weiterhin ausgeschlossen ist“, schreiben die Gemeindevertreter an die Landesregierung. Die Gemeinde spricht sich jedoch ausdrücklich gegen jegliche Aufsuchung von Rohstoffen wie Kohlenwasserstoffen im Erdreich auch ohne Fracking aus.

Denn: „Jegliche Formen dieser Maßnahmen stehen den touristischen Zielen in dieser Region entgegen.“ Bohrtürme, wie sie in den 50er Jahren auch im Kreis Segeberg zu sehen waren für die Ölförderung, wollen die Damsdorfer auf ihrem Gemeindegebiet verhindern.

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