Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg Richtfest: Kita-Anbau für 1,5 Millionen
Lokales Segeberg Richtfest: Kita-Anbau für 1,5 Millionen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:44 13.08.2019
Von Detlef Dreessen
1,5 Millionen Euro für den Kita-Anbau in Rickling: Die Kindergartenkinder beobachteten in erster Reihe das Ritual des Richtspruchs auf dem neuen Anbau ihres Kindergartens. Quelle: Detlef Dreessen
Rickling

„Ihr müsst lauter rufen!“, munterte Zimmermeister Gunnar Meineke mehrmals die Lütten auf, die tief unten vor ihm standen und den seltsamen Versen lauschten, die der Handwerker vor dem Richtkranz des Kindergartenanbaus in Rickling von sich gab.

Dann stimmten die Kinder doch noch laut und vernehmbar in die „Hoch!“-Rufe ein, zu denen sich Bürgermeister, Gemeindevertreter und Vertreter von Kirchengemeinde und Elternschaft eingefunden hatten.

Aufwändige Drainage wegen Hanglage

Zögerlich wie die Rufe der Kleinen war auch die Diskussion um die Erweiterung des Kindergartens gelaufen. Drei Jahre hatte es gedauert von den ersten Diskussionen um eine Erweiterung bis zum ersten Spatenstich im April. Nun aber gehe alles gut voran, versicherte Architektin Angela Schnack.

Allerdings werden für einige Gewerke noch immer Handwerker gesucht. Die Konjunktur sorge nach wie vor dafür, dass die Betriebe ausgelastet sind. Und wer ein Angebot abgibt, verlange unbezahlbare Preise, sagte Angela Schnack. Aufwändig war auch die Drainage. Weil das Gebäude an einem Hang liegt und in Zeiten des Klimawandels mit zunehmendem Starkregen zu rechnen ist, plante die Architektin eine große Entwässerungsanlage ein, die das vom Hang fließende Wasser aufnehmen soll.

„Das Haus ist barrierefrei, es hat keine Stufen vor den Türen. Da sind zehn Zentimeter Wasser gleich zehn Zentimeter zu viel. Noch hoffe sie, die anvisierten knapp 1,5 Millionen Euro für die Baukosten halten zu können. Von dieser Summe trägt die Gemeinde 780.000 Euro. 660.000 Euro gibt der Bund dazu, die Kirchengemeinde zahlt 80.000 Euro.

Platz für 45 Kinder

„Wir hoffen, dass wir am 1. April eröffnen können“, sagte Susanne Frantzen. Dann können sich bis zu 45 Kinder auf 380 Quadratmetern Netto-Raumfläche vergnügen. Von den drei Gruppenräume kann einer je nach Auslastung als Bewegungsraum genutzt werden. Außerdem werden Nebenräume für Schlafen, Waschen, Kochen und Zähneputzen eingerichtet. Auch die Kita-Leiterin bekommt ein eigenes Büro.

Lesen Sie auch:1000-Plätze-Programm des Kreises geht auf

Pastorin Heide Rühe-Walchensteiner, oberste Chefin des kirchlichen Kindergartens, zeigte sich beeindruckt von den Handwerkern. „Sogar bei Hitze, bei Gewitter und Hagel haben sie gearbeitet, um voran zu kommen“, berichtete sie. Und die Nachbarn hätten ihr Teil beigetragen, indem sie mal ein Auge zudrückten, wenn es am Wochenende auf der Baustelle etwas lauter wurde.

Zufrieden zeigte sich auch Bürgermeister Keno Jantzen. So ein Kindergarten sei nicht nur ein Gewinn für die Kleinsten der Gemeinde. Wenn die Kinder in Rickling in den Kindergarten gehen und nicht von ihren Eltern in Einrichtungen der Nachbargemeinden gebracht werden, steige die Chance, dass sie auch gemeinsam in die Schule am Ort gehen wollen. Das sichere auch den Schulstandort. In den vergangenen Jahren seien einige Kinder in die Kindergärten in Daldorf und Trappenkamp gebracht worden. 

Ein offenbar betrunkener Autofahrer ist nach einem Unfall in Rickling zu Fuß vom Unfallort geflüchtet. Die Polizei fand im Wagen erhebliche Blutspuren und leitete eine groß angelegte Suche nach dem verletzten Mann ein. Auch eine Rettungshundestaffel war im Einsatz.

13.08.2019

In der Diskussion um die Rechtmäßigkeit der Fällung der Linde in Henstedt-Ulzburg im Planungsausschuss lasen die Bürger den Kommunalpolitikern der drei Fraktionen, die sie als verantwortlich für den Tod des Baumes ansehen, die Leviten. Der Planungsausschuss tagte - und etliche Bürger hörten zu.

Nicole Scholmann 13.08.2019

Mit wuchtigen Faustschlägen hämmerte Nicolaus Christoffel Börgensen an die Tür des Rathauses. „Die Stadtoberen heraus! Der verfluchte Schwed’ hat die Burg auf dem Kalkberg in Brand gesteckt!“ Genau 375 Jahre nach dem Ende der Siegesburg spielte eine Reenactment-Gruppe jenen schicksalhaften Tag nach.

Michael Stamp 12.08.2019