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Segeberg Klärwerk: Zukunft wieder ungewiss
Lokales Segeberg Klärwerk: Zukunft wieder ungewiss
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06:00 21.12.2018
Von Sylvana Lublow
Da war noch alles in Ordnung: CDU-Fraktionssprecher Klaus Knees (von rechts), Klaus-Ulrich Kandt, Referatsleiter Arbeitssicherheit bei Hamburg Wasser, die damalige CDU-Bürgermeisterin Maren Storjohann, Gerrit Grupe, Fraktionsvorsitzender der Freien Wählergemeinschaft Seth (FWS), und Ingenieur Christian Schulz von Hamburg Wasser, wollten in den kommenden Jahren gemeinsam das marode Klärwerk sowie Teile des Kanalisationsnetzes in mehreren Abschnitten sanieren. Quelle: Alexander Christ
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Seth

Der Beschluss fiel auf Vorschlag des SPD-Bürgermeisters Simon Herda mit einer Mehrheit von 7 zu 4 Stimmen. Lediglich die CDU-Fraktion stimmte dagegen.

Die CDU war es allerdings, die im November 2017 die HSE ins Boot geholt hatte. Damals hatten die Christdemokraten noch die Mehrheit in der Gemeindevertretung, Bürgermeisterin war Maren Storjohann. Die öffentlich-rechtliche Vereinbarung wurde im Februar dieses Jahres unterzeichnet. Zunächst sollte die HSE in einer zweijährigen Probezeit das Klärwerk betreiben und analysieren. Denn das Klärwerk, gebaut 1965, ist das älteste im Kreis und bedarf dringend einer umfassenden Sanierung. Auch deshalb habe man die HSE nach Seth geholt.

CDU plädierte für Beratung über Alternativen

Doch damit ist jetzt Schluss. Der neue Bürgermeister Simon Herda machte sehr deutlich, dass es nicht seinem Geschmack entspricht, Mitspracherechte zu verlieren. „Ich sehe die Zusammenarbeit mit der HSE sehr kritisch, weil wir vertraglich kein verbindliches Mitspracherecht haben und die HSE Informationen zur Sanierung des Klärwerks nicht herausgeben will“, erklärte Herda mehrfach an diesem Abend. Seine SPD und die Freie Wählerschaft (FWS) stimmten mit ihm überein.

Die Argumenten der CDU-Vertreter liefen ins Leere. „Solange Seth die Vertragsunterlagen nicht unterzeichnet, kann die HSE auch nicht tätig werden. Wir sind im Zugzwang“, sagte CDU-Mann Jan Kemmerich. Denn nach eingehender Prüfung hätten jetzt die vertiefenden und langfristig bindenden Verträge unterschrieben und die Satzung beschlossen werden sollen. Erst dann, so Kemmerich, würden auch die Pläne zur Sanierung offenbart. „Ohne einen Plan B der HSE zu kündigen, halte ich für sträflich“, so Kemmerich.

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