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Segeberg Klares Votum für das Baugebiet
Lokales Segeberg Klares Votum für das Baugebiet
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12:41 17.09.2018
Foto: Der Bürgerentscheid in Klein Rönnau gegen das Neubaugebiet ist gescheitert. Wahlvorstände Bernd Kruse (l.) und Jörg Petersen schütten die Urne aus.
Der Bürgerentscheid in Klein Rönnau gegen das Neubaugebiet ist gescheitert. Wahlvorstände Bernd Kruse (l.) und Jörg Petersen schütten die Urne aus. Quelle: Nadine Materne
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Klein Rönnau

Das Neubaugebiet mit 50 Grundstücken kann also weitergeplant werden. Ein deutliches Ergebnis hatte sich Falko Mumme für den Bürgerentscheid gewünscht, um den Streit um das Vorhaben endlich zu beenden. Und er hat es bekommen: 61,5 Prozent der Wähler votierten mit Nein. Und waren somit dagegen, dass der Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet am Chausseebaum aufgehoben wird.

Investor Mumme bietet Gespräche an

Große Erleichterung war Falko Mumme und besonders Andrea Mumme anzusehen als Wahlvorstand Bernd Kruse gegen 19.30 Uhr das vorläufige Votum verkündete. „Wir sind froh, dass das nun ein Ende hat“, sagte Falko Mumme. Die zurückliegenden Wochen seien keine schönen gewesen. Aus dem Lager der Baugebietsgegner sei er selbst an der Fleischtheke im Supermarkt als Lügner und Betrüger dargestellt worden. Trotzdem streckt er den Initiatoren des Entscheids die Hand aus: „Ich bin weiterhin gesprächsbereit.“

Das Thema hatte die Gemeinde Klein Rönnau und ihre Bürger monatelang umgetrieben. Das Interesse in der Gemeinde spiegelte sich auch in der Wahlbeteiligung am Sonntag wider: 777 von 1422 Wahlberechtigten ab 16 Jahren beteiligten sich an dem Entscheid (54,6 Prozent). Sechs Stimmen waren ungültig.

Unterlegene Initiatoren: "Wir sind trotzdem stolz."

Mit regungsloser Miene nahmen die meisten der Anwesenden aus dem Kreis der Initiatoren des Bürgerentscheids auf. Es war keine Überraschung mehr. Bereits beim Bilden der Stapel der Nein- und Ja-Zettel durch die Mitglieder des Wahlvorstandes war deutlich, wie sich die Klein Rönnauer entschieden hatten. „Wir sind trotzdem stolz, wir haben viel erreicht“, beteuert Melanie Ziske, die den Bürgerentscheid zusammen mit Uwe Lau angestrengt hatte. „Wir haben viele Menschen mobilisiert und zum Nachdenken angeregt.“ 

Die Initiatoren des Bürgerentscheids stellten sich vor allem gegen die geplante Zufahrt zum Baugebiet. Hinter der bestehenden Seniorenwohnanlage am Chausseebaum sollen 50 Baugrundstücke entstehen. Der gesamte Verkehr für das Areal soll über eine fünf Meter breite Straße geführt werden. Ein Teil der Bewohner fürchtet, dass diese zu einer „Durchgangsstraße“ werden könnte.

Von Nadine Materne

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