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Segeberg Minister warb bei Bürgern für A20
Lokales Segeberg Minister warb bei Bürgern für A20
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18:31 20.03.2018
Von Gerrit Sponholz
Am Gieselteich und über die L83 zwischen Klein Gladebrügge und Bad Segeberg soll die A20 verlaufen. Quelle: Land Schleswig-Holstein
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Klein Gladebrügge

Wie Bürgermeister Arne Hansen hielten etliche andere Besucher im Sitzungssaal des Amtes Trave-Land in Bad Segeberg die Belastung für die Anwohner durch Lärm, Abgase und Sichtbehinderung durch die A20-Brücke 47 Meter an Häusern vorbei weiterhin für zu groß. Nach zwei Stunden ging die Runde ohne Einigung auseinander.

Buchholz will Tempo machen: „Die meisten Schleswig-Holsteiner schütteln den Kopf“ über die Bauverzögerungen.

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Bürgermeister Hansen hält die Trasse mitten durch ein Siedlungsgebiet für falsch und aus politischen Gründen gewählt. „Wir wollen ein neues Linienbestimmungsverfahren.“

Minister: Trasse damals nicht ganz sauber gewählt

Buchholz bekannte, dass bei der A20 zwei Interessen aufeinander träfen. Der Wunsch nach Mobilität und der Wunsch der Anlieger auf Ruhe. Er war überzeugt: Man könne die A20 „akzeptabel bauen“. Die im Prinzip genehmigte A20 ganz in Frage zu stellen, „geht beim besten Willen nicht“. Die nahe Südumgehung sei die beste Lösung, entlaste auch Bad Segeberg. Die Linie „war damals vielleicht nicht ganz sauber“ gewählt worden, habe aber den Vorteil: Sie kreuze anders als südlichere Trassen nur ein Schutzgebiet, das Travetal, und nicht noch andere, und sei kein zu großer Schlenker nach Süden. Eine A20 als Tunnel durch Bad Segeberg, so Buchholz, lehne der Bund ab.

Flüsterasphalt soll Lärm mindern

A20-Planerin Britta Lüth vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr räumte ein, dass die nahe Südumgehung über eine 371 Meter lange Brücke führen werde. Trotz fünf Meter hoher Lärmschutzwände werde es in 15 Wohnungen in acht Gebäuden nachts zu viel Lärm geben. Entweder würden die Wände auf acht Meter hochgezogen – das sei aber „visuell schlimm“. Besser sei offenporiger Asphalt (OPA), also Flüsterasphalt. Damit würden die Grenzwerte eingehalten.

Die Gemeindevertretung berät am Dienstag, 27. März, ab 20 Uhr im Feuerwehrhaus, wie sie weiter verfahren will.

Nicole Scholmann 20.03.2018
Einar Behn 19.03.2018
Klaus-Ulrich Tödter 19.03.2018