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Segeberg Tosender Beifall, Bravorufe und Zugaben
Lokales Segeberg Tosender Beifall, Bravorufe und Zugaben
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19:43 17.06.2019
Von Emmy Seeburg-Jörke
Bariton Dongfang Xie und Gastgeber und Tenor Thomas Mohr sangen Stücke der "Fledermaus". Quelle: emmy seeburg-jörke
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Festival-Leiter Thomas Mohr sagt, er könne sich gut vorstellen, im nächsten Jahr auch wieder Open-Air-Veranstaltungen auf einer Bühne auf dem Hof anzubieten.

Allerdings fehle ihm dazu ein Unternehmen, das die Bühne liefert und aufstellt. Sein bisheriger Partner könne dies nicht mehr leisten.

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Für 2020 fehlt noch Bühnenaufsteller

Sollte sich eine Firma finden lassen, stünde auch einem Jazz-Frühschoppen oder anderen Attraktionen nichts mehr im Wege. Als Termin peilt er die zweite Julihälfte 2020 an.

Ein Höhepunkt in diesem Jahr war das Benefizkonzert. Mit Liedern und Beiträgen aus Oper und Operette endete das Sommer-Musikfestival. Unter dem Motto „Thomas Mohr & Friends“ hatte der Veranstalter und Intendant in den ehemaligen Kuhstall von Hof Isemohr eingeladen.

Der Musikprofessor und Heldentenor wurde von acht Studenten der Hochschule für Künste in Bremen begleitet, an der er unterrichtet. Die 200 Besucher im voll besetzten Konzertraum wurden mit einem unterhaltsam zusammengestellten Programm verwöhnt, das sowohl Klassisches (unter anderem von Carl Loewe, Wolfgang Amadeus Mozart, Giuseppe Verdi, Franz Lehár) als auch moderne Werke von Leonard Bernstein und Chansons von Edith Piaf enthielt.

Junge Interpreten aus sieben Ländern

Vorgestellt wurden die jungen Interpreten aus sieben Ländern vor ihren Auftritten von Gastgeber Mohr. Dazwischen glänzte er selbst mit dem Loewe-Lied „Tom der Reimer“, Arien aus „Die Walküre“ von Richard Wagner und im Duett mit Bariton Dongfang Xie mit einem Ausschnitt aus „Die Fledermaus“ von Johann Strauß sowie mit „O sole mio“ und der Robert-Stolz-Komposition „Ob blond, ob braun“. 

Begleitet wurden die Sänger von Pianist Mikhail Berlin, der an diesem Abend „die meiste Arbeit hatte“, wie ein Besucher scherzhaft anmerkte. Die Sopranistinnen Anna Cooks, Isabelle Serafin und Cecilia Rodriguez-Morán, die Bässe Erwan Tacher und Jovan Koscica, die Tenöre Jiaqi An und Donghoon Yang, Bariton Dongfang Xie und Tenor Thomas Mohr selbst bekamen nach der Pause besonders viel Beifall. Bekannte und eingängige Melodien sorgten neben dem Können der Künstler mit dafür, dass es Bravo-Rufe gab und zum Schluss tosenden Beifall. 

Der Erlös aus dem Benefiz-Konzert, dessen Höhe Mohr noch nicht beziffern kann, kommt den Studenten der Bremer Hochschule für Künste zugute. Sie widmen sich in diesem Sommer einem klassischen Opernprojekt: Mozarts „Die Zauberflöte“ in einer modernen Fassung.

Uwe Straehler-Pohl 17.06.2019
Klaus-Ulrich Tödter 16.06.2019
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