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Segeberg Abstimmung über Neubaugebiet am Sonntag
Lokales Segeberg Abstimmung über Neubaugebiet am Sonntag
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12:08 14.09.2018
100 Menschen kamen vor zwei Wochen zum Infotermin an der diskutierten Zufahrt zum geplanten Neubaugebiet in Klein Rönnau. Am Sonntag entscheiden die Einwohner. Quelle: Klaus J. Harm
Klein Rönnau

Gegner und Befürworter der Planung haben sich in Stellung gebracht. Überall im Dorf hängen Banner. „Ja zum Umdenken“, plakatieren die Gegner des Projekts an der umstrittenen Zufahrt. „Platz für junge Familien schaffen“, werben die Befürworter entlang der Hauptstraße.

Um acht Uhr öffnet das Wahllokal in der Wassermühle in Klein Rönnau. Bis 18 Uhr können die Einwohner des Dorfes ihr Kreuz machen. Damit die Stimme im richtigen Kästchen landet, müssen die Abstimmenden die Frage genau lesen: „Sind Sie dafür, den Aufstellungsbeschluss zum B-Plan Nr. 12 „Fläche östlich angrenzend an die Grundstücke Chausseebaum 6 - 22 und südlich der Straße „Rahland“ aufzuheben?“

Wer also für das Neubaugebiet hinter der bestehenden Wohnanlage ist, muss „Nein“ ankreuzen. Eine Mehrheit für „Ja“ würde das Projekt für die nächsten vier Jahre stoppen.

Es geht um ein Baugebiet mit 50 Grundstücken

Die Diskussion um das Baugebiet wird emotional und teilweise auch mit harten Bandagen geführt. Ein Teil der Anwohner fürchtet, die einzige Zufahrt könnte zur „Durchgangsstraße“ werden mit dem Verkehr von zusätzlich 50 Wohneinheiten. Es gab Anfeindungen gegen Bürgermeister Dietrich Herms, die Gemeindevertreter und Investor Falko Mumme, die mehrfach als Lügner und Betrüger bezeichnet wurden. Angeblich sei die Anwohnerschaft nicht einbezogen worden in die Planung, so der wiederholte Vorwurf.

Dagegen wehren sich Herms und Mumme heftig. Bereits im Zuge der Planungen für die Seniorenwohnanlage vor inzwischen zehn Jahren, sei die Fläche dahinter im Nutzungsplan ebenfalls als Wohngebiet ausgewiesen worden, betont Herms. „Die Idee eines Neubaugebiets an der Stelle ist bereits 30 Jahre alt.“ Die Fläche sei schon im Gespräch gewesen bei der Ausweisung des letzten größeren Baugebiets. Damals aber entschied sich die Gemeinde für das Gebiet Flachswühren, weil Mummes Vater das Areal am Chausseebaum weiterhin als landwirtschaftliche Fläche nutzen wollte. Inzwischen aber sei die Nachfrage nach Grundstücken sehr hoch, so Herms.

Hauptstreitpunkt ist die Zufahrt zum Neubaugebiet

Als Hauptargument gegen die Planung bringen die Gegner in der Anwohnerschaft die Zufahrt zum Neubaugebiet vor. Erst vor zwei Wochen versammelten sich mehr als 100 Interessierte zu einem Infotermin an der Stelle. Fünf Meter breit ist die Zufahrt, eingerahmt von Hecken. Auf der linken Seite soll im Zuge der Erschließung des Neubaugebiets ein 2,30 Meter breiter Gehweg entstehen. Dafür muss die bestehende Hecke versetzt werden. Sie wurde im Zuge der Errichtung der Seniorenwohnanlage zu dicht an die Straße gepflanzt. Die Kastanien an der Einbiegung sollen stehen bleiben, um die Einfahrt zu verengen. Außerdem ist auf den ersten 50 Metern eine weitere Einengung geplant, um schnelles Fahren in der 30er Zone zu unterbinden.

Gegen diese „Durchgangsstraße“ wehren sich die Kritiker, sie sammelten Unterschriften und setzten den morgigen Bürgerentscheid durch. Bemühungen seitens des Investors eine zweite Zufahrt zu schaffen, scheiterte am Naturschutz. Sie erwies sich als wichtige Fledermausroute.

Um den Entscheid zu gewinnen brauchen die Initiatoren und Gegner des Bauprojekts eine Mehrheit, die mindestens 20 Prozent der Stimmberechtigten ausmacht. Das heißt mindestens 285 Ja-Stimmen. Erreichen die Befürworter des Projekts mehr Nein-Stimmen oder ein Patt scheitert der Bürgerentscheid und das Baugebiet kann weiter verfolgt werden.

Von Nadine Materne

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