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Segeberg Bad Segeberg senkt Last um 22 Millionen
Lokales Segeberg Bad Segeberg senkt Last um 22 Millionen
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16:40 17.03.2017
Von Michael Stamp
Bürgermeister Dieter Schönfeld und Stadtkämmerin Christiane Ostwald freuen sich, dass Bad Segeberg 22 Millionen Euro an Schulden abgebaut hat. Quelle: Dierk E. Seeburg
Bad Segeberg

Die Kalkbergstadt gehört landesweit zu den ärmsten Kommunen und hat mit den Kielern einen Konsolidierungsvertrag geschlossen. Darin verpflichtet sich die Kommune zu Einsparungen und erhält im Gegenzug Geld zum Stopfen der Finanzlöcher. Dieser Vertrag läuft Ende 2018 aus. Anschließend muss Bad Segeberg finanziell wieder allein über die Runden kommen.

Der Erfolg beim Erreichen der weit gesteckten Ziele des Konsolidierungsvertrags ist allerdings kein Selbstgänger. Im Gegensatz zu Bad Segeberg haben andere Städte die strikten Sparvorgaben des Landes nicht erfüllen können, schilderte Schönfeld den Kommunalpolitikern. So sei Glücksburg jüngst aus Kiel angewiesen worden, seine Grundsteuer B (für bebaute Grundstücke) auf 700 Prozentpunkte anzuheben.

Nur noch die Hälfte an Zinsen zu zahlen

Bad Segeberg hatte diese Steuer im vergangenen Jahr von 390 auf 425 Prozentpunkte erhöht. Das ebenfalls hoch verschuldete Flensburg hat diese Steuerschraube gerade von 480 auf 690 Prozentpunkte gedreht und sieht sich nun einem Musterprozess gegenüber. Der Haus- und Grundeigentümerverein will gegen den entsprechenden Bescheid klagen.

Als besonders erfreulich werten Bürgermeister Dieter Schönfeld und Stadtkämmerin Christiane Ostwald, dass Bad Segeberg seine gewaltige Zinslast mittlerweile nahezu halbieren konnte. „Wir hatten pro Jahr 2,1 Millionen Euro für Kredite aufzubringen – und jetzt sind es nur noch 1,2 Millionen“, sagt Schönfeld. Der Bürgermeister ist allerdings weiter auf der Suche nach Einsparpotenzialen.

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