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Segeberg 7790 Mal kracht es auf Segebergs Straßen
Lokales Segeberg 7790 Mal kracht es auf Segebergs Straßen
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20:44 07.03.2019
Von Gerrit Sponholz
Bei einem der tödlichen Unfälle 2018 war auf der Autobahn 20 zwischen Geschendorf und Bad Segeberg im Mai der Fahrer eines Sprinters auf einen Lkw am  Stauende aufgefahren und gestorben. Quelle: Daniel Friederichs
Bad Segeberg

„Überwiegend sind Verkehrsunfälle auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen“, sagt Andreas Görs, Chef  der Polizeidirektion (PD). Tröstlich: Die Zahl der Temposünder nimmt weiter ab. Zunehmend Probleme gibt es aber, weil Fahrer vermehrt durch Handynutzung abgelenkt sind.

Immer mehr fahrende Handynutzer

In der Verkehrsüberwachung wurden, unabhängig von Unfällen, 3645 Fahrer erwischt, wie sie beim Fahren mit dem Handy hantierten. Wegen stärkerer Überwachung hat sich die Zahl seit 2016 verdoppelt. Nach schweren Unfällen schaltet die Polizei in der Regel die Staatsanwaltschaft ein, um Handydaten von Unfallbeteiligten auslesen zu dürfen, erklärt Kai Sievers, Verkehrsexperte der PD Bad Segeberg. Ab 2020 wird die Polizei Unfälle, bei denen Handynutzung mitspielte, gesondert in der Statistik erfassen.

Erfreulich aus Polizeisicht: Seit 2014 sank die Zahl der Temposünder, von rund 230 000 auf auf 182 000. 

Für dieses Jahr kündigte PD-Chef Andreas Görs mehr Kontrollen und mehr Vorbeugung auf drei Feldern an: Ablenkung durch Mobiltelefonnutzung, Verkehrsteilnahme unter Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten, und unangepasste Geschwindigkeit. 

Über 200000 Kfz im Kreis Segeberg

Tendenziell steigen die Unfallzahlen. 2018 waren es 7790, 2009 noch 6941. Kai Sievers betont, rund 80 Prozent seien kleine Unfälle gewesen. „Etwa ein Rempler auf dem Parkplatz.“ Den Anstieg erklärt er mit steigender Verkehrsdichte und dem wachsenden Kfz-Bestand im Kreis Segeberg von 186 155 Kfz im Jahr 2014 auf nunmehr 200 363. 

Unfallfahrer missachteten die Vorfahrt (was vor allem Senioren unterläuft), machen Fehler beim Abbiegen und Rückwärtsfahren, verstoßen gegen das Rechtsfahrgebot oder sind als Radfahrer in entgegengesetzte Richtung unterwegs. Bei jungen Fahrern liegt zu schnelles Fahren auf Platz drei. 

Deutlich gesunken auf 156 (Vorjahr 125) ist die Zahl der Unfälle, in die Motorradfahrer verwickelt sind.

Im Trend sinkt auch die Zahl der Unfälle mit Radfahrern. 303 mal krachte es, 83 Mal weniger als 2014. 135 Mal davon trugen Radler Haupt- oder Mitschuld.

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