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Segeberg Bundesweit Spitze bei schnellem Internet
Lokales Segeberg Bundesweit Spitze bei schnellem Internet
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08:43 27.03.2019
Von Gerrit Sponholz
Top-Wert: 65 Prozent der Haushalte im Kreis Segeberg haben einen Glasfaseranschluss. Quelle: Carsten Rehder
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Bad Segeberg

Und der Kreis macht weiter Tempo. Unversorgte Gebiete sollen erschlossen werden, notfalls auch per Richtfunk, wenn die Erdleitung zu lang und damit zu teuer wäre. Außerdem ist der Aufbau eines WLAN-Netzes geplant, mit Hotspots in allen Gemeinden und Städten, in die sich Bürger im Umkreis einwählen können.

Nur Segeberger Forst erst mal aussparen

„Der Segeberger Forst wird allerdings der letzte Teil sein“, sagte Schröder schmunzelnd während einer Sitzung des Hauptausschusses des Wege-Zweckverbandes (WZV).

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Der WZV hat zwar vornehmlich die Hauptaufgabe Müllentsorgung. Auf Drängen des Kreises hatte er sich aber vor einigen Jahren auch des Glasfaserausbaus im ländlichen Nordosten angenommen.

Vor allem in Norderstedt und nordwärts an der A7 gibt es viele Leitungen. Das Unternehmen Wilhelm.Tel, eine Tochterfirma der Stadt Norderstedt, hatte viel Pionierarbeit geleistet. Auch die Deutsche Glasfaser, die Deutsche Telekom und manche Stadtwerke sind aktiv gewesen. Den dünn besiedelten Nordosten hatten sie meist links liegengelassen. Deshalb durfte dort der öffentlich-rechtliche WZV tätig werden.

Auch WLAN-Netz geplant

Allerdings bleiben noch etliche weiße Flecken in Randzonen und auf Einzelgehöften. Die Kreispolitik hatte deshalb die Kreisverwaltung beauftragt, die Lücken zu erfassen und zu prüfen, wie sie gestopft werden könnten. Derzeit sucht der Kreis Experten, die dies bis Ende 2019 ermitteln. Später könnte der Kreis wie schon für den Nordosten einen Partner suchen, der den Glasfaserausbau in den unterversorgten Ecken übernimmt.

Auch per Funk sollen die Bürger kreisweit gut ins Internet kommen können. Dafür sollen öffentliche WLAN-Hotspots sorgen, etwa an Feuerwehrhäusern, Gemeindezentren, Freizeitstätten und Bushaltestellen. Auch hier hat die Kreispolitik die Kreisverwaltung beauftragt, zu klären, wie teuer dies wäre und welche Technik nötig sei. Kooperationen mit #SH_WLAN und eine Kreisförderung für die Kommunen sind denkbar, sagt Landrat Schröder. Entscheiden müsse letztlich die Kreispolitik.

Sylvana Lublow 27.03.2019
Nicole Scholmann 26.03.2019