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Segeberg Doch keine Ufersperre für Vatertagfeiern
Lokales Segeberg Doch keine Ufersperre für Vatertagfeiern
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12:16 08.05.2018
Von Gerrit Sponholz
Die Polizei hatte 2017 bei den Vatertagsfeiern am Großen Segeberger See eine Menge zu tun und Randalierer zu bändigen. Quelle: Sönke Ehlers
Klein Rönnau

Dies hatte Herms nach den Vorfällen 2017 erwogen. Damals waren rund 1000 Menschen von Bad Segeberg am Seeufer entlang zum Strand in Klein Rönnau gezogen. Von „stellenweise sehr aggressivem Verhalten“ hatte die Polizei damals gesprochen. Sie hatte viele Körperverletzungen, Beleidigungen, Diebstähle, Zerstörungen und 24 Anzeigen registrieren müssen. 25 Platzverweise waren verhängt, drei Menschen in Gewahrsam genommen worden.

Polizei riet von Sperrung ab

„Von einer Absperrung hat die Polizei abgeraten“, sagt Herms nach einer Vorbesprechung beteiligter Behörden und Kommunen. Die Kosten seien sehr hoch. Außerdem würden Zäune die Menschen nicht daran hindern, mit Flaschen zu werfen. Gegenhalten wollen die Ordnungsbehörden aber doch. Der Stipsdorfer Weg soll teilweise zu einer Einbahnstraße erklärt werden, um den Verkehr zu steuern. Außerdem, so Herms, werde die Polizei Präsenz zeigen und gegebenenfalls eingreifen.

Streit zwischen Bürgermeistern

Nach wie vor sieht Herms die Stadt Bad Segeberg vornehmlich in der Schuld und in der Pflicht. Nicht nur, dass sie durch städtische Platzsperren bei sich die Gruppen quasi nach Klein Rönnau treibe. Eigentlich müsse die Stadt auch die Uferzone am See in Schuss halten. Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld weist die Kritik aus Klein Rönnau zurück.

Bad Segeberg sei zwar zuständig für den Weg am See, sagt Schönfeld. „Aber nur in Teilbereichen.“ Außerdem würden die Feiernden am Ufer in Klein Rönnau den Seeweg ja verlassen und sich auf den angrenzenden Flächen ausbreiten. Diese fielen in die Zuständigkeit der dortigen Gemeinde.

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