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Segeberg Dörpsmobil kommt: Leihauto für alle
Lokales Segeberg Dörpsmobil kommt: Leihauto für alle
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06:00 29.01.2019
Von Gerrit Sponholz
Die nordfriesische Gemeinde Klixbüll mit Ideengeber Bürgermeister Werner Schweizer hatte den Anstoß gegeben, dass ein örtlicher Trägerverein strombetriebene Dörpsmobile an Bürger vermietet. Die Autos lieferte eine Firma aus dem Kreis Segeberg. Quelle: Werner Schweizer
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Die GbR Landwind will für drei Jahre ein Elektro-Auto leasen und gegen eine anfänglich niedrige Leihgebühr Nutzern zur Verfügung stellen. 

„In einigen Dörfern wurde die Idee bereits mit Erfolg in die Praxis umgesetzt“, sagt Initiator Volker Schuldt. Das sei ein Beitrag zur Mobilität und zur Minderung von Schadstoffen, wenn stattdessen auf Fahrten mit dem eigenen Auto mit Verbrennungsmotor verzichtet wird. Er rechnet mit Kosten von 5000 Euro pro Jahr. Jetzt müssten sich „engagierte ’Vorantreiber’“ finden (info@wind-nw.de oder Telefon 04550/9959710), und es müssten Ladestationen gebaut werden.

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Vorreiter ist Klixbüll (Nordfriesland)

Als Vorreiter in Schleswig-Holstein für ein Dörpsmobil gilt Klixbüll, ein 978-Einwohner-Dorf in Nordfriesland. Bürgermeister Werner Schweizer, ein pensionierter Chefpilot von Luftwaffe und Airbus, hatte es vor einigen Jahren angeschoben. Das Prinzip: Ein Bürgerverein least einen strombetriebenen Kleinwagen, den jeder gegen Gebühr für Fahrten nutzen darf.

„Sieben Intensivnutzer reichen, dann finanziert sich ein Wagen.“ Oder bis zu 20 Normalnutzer. Mehr dürften es pro Auto nicht sein. Sonst sei es zu wenige Stunden verfügbar, sagt Schweizer. Wichtig sei auch, das Verfahren mit Buchung, Schlüsseldepot und Abrechnung einfach zu halten. Und natürlich müsse es Ladesäulen geben.

Nutzer zahlen 5 Euro Monatsgebühr plus 3,50 Euro pro Stunde. Wichtig sei auch, eine Kerngruppe zu haben. Der Trägerverein in Klixbüll, der auch andere Dorfprojekte betreut, habe rund 60 Mitglieder. Und die Gemeinde müsse mitziehen, rät Schweizer. Mittlerweile unterstütze auch die Akademie für die Ländlichen Räume Schleswig-Holstein die Dörpsmobile.

Nutzer behandeln Dörpsmobil gut

Die Autos werden von den Nutzern gut behandelt. „Es ist nicht eine Schramme an den beiden Wagen“, sagt Schweizer.

Claudius Mozer von der ÖPNV-Verwaltungsgemeinschaft SVG Südwestholstein plant für den Kreis Segeberg den öffentlichen Busverkehr. Er hält Dörpsmobile für eine „in der sich zunehmend multimodal entwickelnden Mobilität weitere interessante Ergänzung.“

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