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Segeberg Große Seen sind in schlechtem Zustand
Lokales Segeberg Große Seen sind in schlechtem Zustand
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18:19 14.06.2018
Von Gerrit Sponholz
Die Algenblüte setzt dem Mözener See zu. Quelle: Karsten Wilkening
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Kreis Segeberg

Hauptursache sind zu hohe Phosphoreinträge, die zum größten Teil aus der Landwirtschaft stammen“, sagt Joschka Knuth, Sprecher des Umweltministeriums. Das Land hatte gemäß der europäischen Wasserrahmenrichtlinie alle 62 natürlichen Seen in Schleswig-Holstein mit einer Größe von mehr als 50 Hektar auf den Zustand von Pflanzen- und Tierwelt überprüft. Die Urteile beruhen auf Erhebungen und Analysen der vergangenen Jahre.

Zu viel Phosphor im Wasser

Nur der Große Segeberger See und der Stocksee hielten die Orientierungswerte für Phosphor ein. Gibt es zu viel dieses Nährstoffs im Wasser, können sich Algen bilden und diese das Wasser eintrüben. Der Sauerstoffgehalt des Wassers sinkt, was sich auf das gesamte Nahrungsnetz im See auswirkt.

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Nur bei konsequenter Umsetzung der Maßnahmen existierten langfristig Chancen, den ökologischen Zustand nachhaltig zu verbessern, weiß auch Claus Fahrenkrog aus Groß Niendorf, Vorsteher des Gewässerpflegeverbandes Mözener Au.

Viele Ideen, aber langer Atem nötig

Ideen gebe es viele, sagt Fahrenkrog. „Es wird ein langer Prozess, und wohl auch Millionen Euro kosten", sagt er. "Wir arbeiten schon, vier, fünf Jahre daran, sind auch auf Zuschüsse angewiesen.“

Gerrit Sponholz 24.05.2018
Heinrich Pantel 23.05.2018
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