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Segeberg Kitas wurden unterschiedlich bezahlt
Lokales Segeberg Kitas wurden unterschiedlich bezahlt
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19:29 16.12.2018
Von Detlef Dreessen
Seit weit über zehn Jahren besteht Eris Arche. Trotz biblischer Symbolik ist es kein konfessioneller Kindergarten. Quelle: Detlef Dreessen
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Bornhöved

In einer Vorlage zur jüngsten Sitzung wurde offenbar, dass Eris Arche im vergangenen Jahr mit nur 1,22 Euro Kosten pro Betreuungsstunde kalkulieren musste. Der kirchliche Vicelin-Kindergarten kam dagegen auf 2,52 Euro pro Betreuungsstunde. Beide Kindergärten werden von der Kommunalgemeinde bezuschusst. Und dabei soll kein Ungleichgewicht entstehen, befanden die Gemeindevertreter.

Eris Arche nicht benachteiligen

„Wir wollen, dass Eris Arche existieren kann“, stellte Bürgermeister Reinhard Wundram klar. „Es ist eine gute Einrichtung. Es kann nicht sein, dass sie zu knapp kalkulieren muss.“ Die von Erika Kapeller in eigener Initiative aufgebaute Einrichtung betreut seit zwölf Jahren Kinder aus Bornhöved und Umgebung von 6 bis 21 Uhr, bei Bedarf auch am Wochenende. Dieses Angebot sei auch für junge Familien wichtig, auf deren Zuzug die Gemeinde im Neubaugebiet Kornkamp hofft.

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Sollten dort besonders viele Kinder aufwachsen, setzt Wundram auf Erika Kapeller und ihre schlanken Kita-Strukturen. „Die macht schnell eine neue Gruppe auf, oder baut vielleicht noch einmal an.“

Damit Eris Arche auf lange Sicht existieren kann, hob die Gemeindevertretung den Zuschuss pro Platz von 2500 auf 3000 Euro an.

Umlandkinder haben jetzt gleiches Recht auf Platz

Ausgelastet sind die beiden Kindergärten schon jetzt. „Es gibt Wartelisten“, berichtete Wundram. Damit auch Kinder aus den Nachbargemeinden Gönnebek und Tarbek zum Zuge kommen, wurde ein Kooperationsvertrag vereinbart.

„Früher hat man nach dem Prinzip gehandelt: ‚Was gehen uns die Kinder aus den Nahbarorten an‘“, berichtete Wundram. Selbst wenn Kinder aus Tarbek vor solchen aus Bornhöved angemeldet worden waren, hatten die Einheimischen den Vorzug bekommen. Das soll nun vorbei sein. Im Rahmen der guten Nachbarschaft werden Kinder aus Gönnebek und Tarbek gleichberechtigt behandelt. „Es geht jetzt nach dem Anmeldezeitpunkt“, stellte Wundram klar.

Ulrike Bundschuh 16.12.2018
Nicole Scholmann 15.12.2018
Detlef Dreessen 15.12.2018