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Segeberg Millionen-Lücke bei Müllabfuhr
Lokales Segeberg Millionen-Lücke bei Müllabfuhr
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06:00 12.11.2018
Von Gerrit Sponholz
Vom Betriebshof in Bad Segeberg aus steuert der Wege-Zweckverband die Müllentsorgung. Quelle: Gerrit Sponholz
Kreis Segeberg

Im WZV wird dies so erklärt, dass es bislang Praxis gewesen sei, die Gebühr nicht für jedes Jahr neu festzulegen, sondern für einen Zeitraum von drei Jahren: 2017 bis 2019. Über- oder Unterdeckungen wurden immer erst danach abgebaut. Der Effekt: So hatten, unter der Führung des im Sommer geschassten WZV-Chefs Jens Kretschmer, die Gebühren über viele Jahre immer stabil gehalten werden können. Allerdings hatten sie dann, wie 2018, in heftigen Sprüngen angehoben werden müssen. Doch war diese Anhebung wohl immer noch zu gering ausgefallen.

Die neue WZV-Geschäftsführung will nun nicht mehr bis zum Ende der Drei-Jahres-Kalkulationsfrist 2020 warten, sondern künftig zeitnäher die Müllgebühr anpassen, also schon 2019.

"Gebührenanstieg nicht nachvollziehbar"

Bürgermeister Dietrich Herms aus Klein Rönnau, ein Mitglied der am 4. Dezember tagenden WZV-Verbandsversammlung, ist skeptisch, hält generell die Kalkulationen des WZV für „nicht nachvollziehbar.“ Er traut dem WZV nicht mehr recht über den Weg. Der Verband sei „ein rotes Tuch. Die Bürgermeister werden im Dunkeln gehalten. In der Vergangenheit wurde bei den Finanzen viel gelogen.“

Herms erwägt nun den Bruch. Er will prüfen lassen, ob Klein Rönnau nicht selbst die Müllabfuhr organisieren und ausschreiben kann.

WZV hat Auftrag bis 2050

Zuständig für die Hausmüllentsorgung ist der Kreis. Der hat die Aufgabe für das Kreisgebiet (ohne Norderstedt) 1974 erstmals an den WZV übertragen und 2011 bis Ende 2050 verlängert. So extrem lange, weil der WZV auch die Nachsorgepflicht für die Kreisdeponie Damsdorf/Tensfeld übernahm.

Im Vergleich mit Umlandkreisen liegen die WZV-Gebühren etwa so hoch wie im Kreis Pinneberg, aber deutlich über denen in Stormarn.

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