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Segeberg Stipendien gegen den Ärztemangel?
Lokales Segeberg Stipendien gegen den Ärztemangel?
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18:20 10.02.2019
Die Altersstruktur der Hausärzte im Kreis Segeberg gibt zu Denken: Ein Drittel ist mindestens 60 Jahre alt. Nachfolger gibt es kaum. Quelle: Benjamin Ulmer/dpa
Kreis Segeberg

So sieht es ein Antrag der CDU im Ausschuss vor. „Die Idee ist, Medizinstudenten nach ihrer ersten ärztlichen Prüfung drei Jahre lang mit einem Stipendium zu unterstützen“, erklärt Ausschussmitglied Angelika Hahn-Fricke (CDU) auf Nachfrage. Mit bis zu 500 Euro im Monat. Im Gegenzug würden die angehenden Ärzte ihre praktische Ausbildung dann im Kreis Segeberg absolvieren. Egal, ob im Krankenhaus, einem Ärztehaus oder einer Hausarztpraxis. Die Hoffnung dabei sei, dass die jungen Menschen Segeberg kennenlernen und sich hinterher entscheiden, hier zu bleiben.

Idee stammt aus Hochauserlandkreis/Nordrhein-Westfalen

Die Idee sei aber nicht von der CDU, betont Hahn-Fricke. „Im Hochsauerlandkreis wird dies bereits seit mehreren Jahren erfolgreich gemacht.“ Seit 2012 vergibt der Hochsauerlandkreis (Nordrhein-Westfalen) Stipendien an Studenten, die bereits ihre erste ärztliche Prüfung, das Physikum, bestanden haben.  Als Gegenleistung absolvieren sie dann ihre Facharztausbildung dort oder sie werden nach der Ausbildung für mindestens vier Jahre im Kreis ärztlich tätig. „Wir sind recht zufrieden“, sagt Frank Kleine-Nathland vom Hochsauerlandkreis.

Die Bad Segeberger Hausärztin Dr. Ilka Petersen-Vollmar findet den Vorstoß gut, mit Stipendien um Ärztenachwuchs zu werben. Sie praktiziert in Bad Segeberg und kennt die Nachwuchsproblematik aus der eigenen Praxis und von Kollegen. „In Wahlstedt suchen zwei Ärzte seit längerem einen Nachfolger, finden aber keinen“, so die Vorsitzende der Kreisstelle Segeberg der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH).

Bei Medizinern geht der Trend zur Anstellung

Die Gründe sind für Petersen-Vollmar vielfältig. Die Belastung des Berufes passe nicht mehr mit den Vorstellungen junger Leute zusammen. „Der Trend geht zur Anstellung.“ Eine eigene Praxis mit wirtschaftlicher Verantwortung möchten viele Nachwuchsmediziner nicht übernehmen. Gewünscht werden auch feste Arbeitszeiten. Deshalb diskutieren Städte wie Bad Bramstedt über medizinische Versorgungszentren.

„Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir junge Menschen motivieren können, bestehende Praxen von Hausärzten zu übernehmen, die in den Ruhestand gehen wollen“, sagt deshalb auch Politikerin Hahn-Fricke. Sie könne sich auch hier finanzielle Anreize vorstellen. „Wer eine alte Praxis übernimmt, muss oft investieren.“ Doch der CDU-Vorschlag wird kein Selbstläufer. Es gebe viele kritische Stimmen, ob zum Beispiel Stipendien sinnvoll sind.

Diskussionen, die auch Kleine-Nathland aus dem Hochsauerlandkreis kennt. Aber: Zwölf junge Ärzte, die vom Kreis gefördert wurden, arbeiteten bereits im Kreisgebiet. Noch sei keiner mit seiner Pflichtzeit fertig. „Ziel ist aber, dass sie komplett hier bleiben.“ Das Stipendium sei kein Allheilmittel, aber eine Maßnahme gegen den mittelfristig drohenden Arztmangel auf dem Land.

Von Nadine Materne

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