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Segeberg Neues Kreishaus wird größer und teurer
Lokales Segeberg Neues Kreishaus wird größer und teurer
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07:24 26.02.2019
Von Gerrit Sponholz
So soll das neue Kreishaus in Rosenstraße in Bad Segeberg aussehen. Quelle: Tchoban Voss Architekten
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Bad Segeberg

Rund 14 Prozent mehr Nutzfläche wird geschaffen, die Zahl der Parkplätze auf rund 127 fast verdoppelt. In späteren Jahren soll eine Erweiterung des Gebäudes möglich sein.

Der Grund für den Neubau: Die Kreisverwaltung an ihrem Hauptsitz an der Hamburger Straße platzt aus allen Nähten wegen des zuletzt starken Personalzuwachses, allein in diesem Jahr um rund 50 Stellen auf fast 700. Deshalb musste der Kreis schon Büros etwa im Levo-Park und in der Burgfeldstraße anmieten. Beschäftigte gibt es weit mehr als die knapp 700. Denn volle Stellen werden auch von mehreren Teilzeitkräften besetzt. 

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Außerdem muss in naher Zukunft das Altgebäude Haus A am Stammsitz saniert werden. Die Büros dort sind für die Umbauzeit zu räumen. Deshalb hatte sich der Kreistag bereits für den Neubau an der Rosenstraße entschieden. Über die genaue Ausführung müssen die Gremien nun beraten.

Drei Geschosse mit Keller

Das Architektenbüro Tchoban/Voss aus Hamburg, Berlin und Dresden hat einen ersten Entwurf erarbeitet. „Der geplante Baukörper ist ein dreigeschossiges Gebäude mit vollständiger Unterkellerung“, erklärt Michaela Lexau von der Immobilienverwaltung des Kreises. Geplant sind Büroarbeitsplätze für 157 bis 174 Mitarbeiter sowie Konferenzräume. Es soll ein Mitarbeiterrestaurant geben mit Vollküche. Vorgesehen sind ferner Lager-, Technik- und Aktenlagerzimmer. 

In der Rahmenplanung vor knapp einem Jahr war noch von einer Nutzfläche von 4900 Quadratmeter ausgegangen worden. Nun sind es 5600 Quadratmeter. 

Gründe nennt Lexau mehrere. Das Restaurant samt Technikflächen sei neu aufgenommen worden. Es sind mehr Büroflächen nötig und größere Aktenlager im Untergeschoss. 

127 Stellplätze

Außerdem werden 127 Stellplätze geschaffen. Zunächst waren vom Kreis nur 77 geplant. Doch die Stadtvertretung, Herrin über den Bebauungsplan für das Gebiet, wollte für möglichst alle rund 170 Mitarbeiter einen Stellplatz. Befürchtet worden war, dass 77 zu wenig Plätze wären und Mitarbeiter dann in anliegenden Straßen parken würden und durch Suchverkehr andere Fahrzeuge im Gewerbegebiet behindern.

Dass die Kosten so stark steigen, führt der Kreis aber nicht nur auf den größeren Bau zurück. Es gebe weitere Gründe. So sei eine Wärmepumpe nötig, weil der Straßenzug wegen zu weniger Interessenten nicht an das Fernwärmenetz angeschlossen werden könne. Das Rechenzentrum benötige eine Absicherung. Und außerdem würden die Preise in der Bauwirtschaft kräftig steigen. Pauschal wird deshalb ein Aufschlag von 20 Prozent zur bisherigen Preisplanung angesetzt. 

Gebaut werden soll 2020 und 2021.

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