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Segeberg Norderstedt prüft Regress gegen WZV
Lokales Segeberg Norderstedt prüft Regress gegen WZV
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07:02 24.04.2018
Von Gerrit Sponholz
Seit Wochen ist der Wege-Zweckverband in den Schlagzeilen. Der Betriebshof liegt in Bad Segeberg. Quelle: Gerrit Sponholz
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Bad Segeberg

Es geht um den Recyclinghof in Norderstedt, den der WZV betreibt. Vertragspartner Norderstedt sieht „strittige Punkte bei den Abrechnungen“, so ein Stadtsprecher. „Norderstedt behält sich vor, Regressansprüche geltend zu machen.“

Verdi befürwortet Rausschmiss

Die Gewerkschaft Verdi befürwortet unterdessen einen Rausschmiss Kretschmers. Er habe autokratisch geführt und Personalrechte missachtet.

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Befeuert wird die Diskussion über Kretschmer, seitdem kürzlich ein Packen anonym erhobener Vorwürfe bei der Staatsanwaltschaft Kiel eingetroffen war. Die Papiere haben die Staatsanwälte, Stand Montag, noch nicht ausgewertet.

In mehreren Medienberichten waren zudem weitere Vorwürfe gegen den bisherigen WZV-Chef Kretschmer erhoben worden, gegen die Kretschmer sich wehrt. Dass er zugleich Verbandsvorsteher des WZV und Geschäftsführer der WZV-Tochterfirma WZV-E war, "war gewünscht und machen andere Unternehmen auch so", sagt Kretschmer. Außerdem habe er für seine Geschäftsführertätigkeit kein Gehalt bekommen. Auch dass der Breitbandausbau im Minus sei, „ist ganz normal“. Das sehe der Businessplan so vor. Durch spätere Pachteinnahmen für die Glasfaserleitungen würden die Investitionen refinanziert.

Kretschmer wehrt sich gegen Kritik

Eine „Falschmeldung“ nennt er den Vorwurf, der WZV habe dem früheren Leiter des Recyclinghofs Norderstedt in dessen Untreue-Prozess in Norderstedt den Anwalt bezahlt.

Kretschmer will auf jeden Fall den Bürgermeistern in der Sitzung am Dienstag Rede und Antwort stehen. Für seine Abberufung sind mindestens 70 Stimmen nötig, ebenso in einer zweiten Versammlung Ende Mai.

Entschieden werden soll in der Sitzung aber auch über die geplante Neustrukturierung des WZV. Dieser Punkt ist angesichts der Diskussion um die Personalie Kretschmer allerdings in den Hintergrund gerückt.

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