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Segeberg Tipps für sicheres Feuerwerk
Lokales Segeberg Tipps für sicheres Feuerwerk
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23:03 27.12.2019
Von Nadine Materne
Polizei und Feuerwehr warnen vor illegalen Böllern zu Silvester. Quelle: Paul Zinken/dpa
Kreis Segeberg

Gründe für Verletzungen an Silvester seien fast immer leichtsinniges und unsachgemäßes Hantieren mit Feuerwerkskörper, sagt der Landesfeuerwehrverband. Und warnt: Besonders illegale Böller aus dem Ausland sind gefährlich.

In Erinnerung ist ein Fall vor vier Jahren aus Alveslohe, bei dem zwei junge Männer auf einem Maisfeld mit illegalen Böllern hantierten. Ein 18-Jähriger kam damals ums Leben.

Gefährliche Pyrotechnik meist aus dem Ausland

„Hauptsächlich bei Artikeln aus dem östlichen Ausland handelt es sich aufgrund der fehlenden Zulassung um illegale und vor allem gefährliche Pyrotechnik“, warnt die Landespolizei. Diese Feuerwerkskörper enthalten einen Knallsatz, der eine Explosion auslösen kann, die mit Sprengstoff zu vergleichen sei, verdeutlicht die Behörde.

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Schwere Verletzungen können die Folge sein: Knalltrauma, Verbrennungen, Verlust von Verätzungen bis hin zum Verlust von Gliedmaßen.

Auch sollten Knallkörper niemals selbst hergestellt werden. Die Polizei betont, dass solche Eigenbauten dem Waffen- und Sprengstoffgesetz unterliegen. Bei Verstößen drohten Freiheitsstrafen bis zu fünf Monaten, bei Verletzung von Menschen oder höheren Sachschäden gilt die Tat gar als Verbrechen.

Abbrennverbote im Kreis Segeberg

Im Amt Trave-Land haben mehrere Gemeinden gesonderte Abbrennverbote erlassen. Travenhorst etwa hat drei Reetdachhäuser, Klein Rönnau verweist unter anderem auf Feuerwerksverbote rund um die Räucherkate, in Blunk darf zum Beispiel rund um das Dorfhaus nicht geböllert werden.

In Rohlstorf gibt es Verbote in Warder und Warderfeld, im Ortsteil Quaal darf kein Feuerwerk gezündet werden. In Neuengörs gibt es Verbote in Stubben und Altengörs, in Pronstorf gibt es Verbotszonen in Strenglin, Pronstorf und Reinsbek, in Diekhof gilt das Verbot komplett.

Außerdem haben die Gemeinden Stipsdorf, Groß Rönnau und Schieren Feuerwerksverbote erlassen. Das Amt Leezen verweist in Bezug auf illegale Böller auf die Strafbarkeit.

Feuerwerk - auf die Kennzeichnung achten

Beim Kauf von Feuerwerkskörpern gilt es auf die richtige Kennzeichnung zu achten, informiert die Feuerwerk. Nur korrekt gekennzeichnetes Feuerwerk ist zugelassen und damit sicher.

Folgende Daten sind auf einem Feuerwerkskörper vorgeschrieben: Handelsname und Typ des Gegenstandes, Name des Herstellers oder Einführers, der eingetragene Handelsname oder Handelsmarke.

Außerdem gehört eine Postanschrift einer zentralen Anlaufstelle auf den Feuerwerkskörper unter der Hersteller oder Importeur kontaktiert werden können. Dazu das CE-Zeichen mit vierstelliger Ziffer der Prüfstelle – zum Beispiel 0589 für die Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) – und die Registriernummer.

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Die Kategorie F1 (für Kinder ab 12 Jahren verwendbar) oder F2 (ab 18 Jahren) zeigt an, an wen das Feuerwerk abgegeben werden darf. Außerdem muss die Nettoexplosivmasse, abgekürzt NEM, auf der Packung stehen, dazu der Schutzabstand. 

Feuerwerksverbote beachten

„Grundsätzlich sind Raketen, Böller und Fontänen nur im Freien zu verwenden“, mahnt die Feuerwehr. „Ganz wichtig ist es, die Gebrauchsanleitung zu beachten und genügend Abstand zu Menschen, Tieren sowie Häusern, Mülltonnen und Autos zu halten.“ Besondere Vorsicht gelte bei Reetdächern. Außerdem seien regionale Feuerwerksverbote der Ordnungsbehörden zu beachten.

Grundsätzlich – nicht nur an Silvester – gelten Feuerwerksverbote in der Nähe von Kirchen und Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie in einem Umkreis von 200 Metern zu reetgedeckten Häusern, teilt die Amtsverwaltung Bornhöved mit.

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Blindgänger liegen lassen

Beim Abbrennen warnt die Feuerwehr davor, sich nicht an die Sicherheitsbestimmungen zu halten. Raketen sollen senkrecht in den Himmel geschossen und nicht in der Hand behalten werden. Böller und anderes Feuerwerk sollten auf dem Boden stehend oder liegend angezündet werden. Bei Böllern, die trotz Warnung in der Hand gezündet und geworfen werden, ist darauf zu achten, dass die Wurfrichtung frei ist. Ganz wichtig: „Blindgänger nicht ein zweites Mal anzünden.“

Sollte es trotz aller Vorkehrungen zu einem Unfall mit Silvesterfeuerwerk oder einem Brandfall kommen, sollte der Notruf 112 gewählt werden.

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