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Segeberg Drei Ausschuss-Chefs - alle heißen Tödt
Lokales Segeberg Drei Ausschuss-Chefs - alle heißen Tödt
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10:01 30.05.2018
Von Michael Stamp
Drei Ausschüsse, drei Vorsitzende - und alle heißen sie Tödt. Ein echtes Kuriosum deutet sich im Bad Segeberger Rathaus an. Quelle: Michael Stamp
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Bad Segeberg

Die Stadtvertretung verfügt über 27 Sitze. Die CDU darf als stärkste Fraktion (acht Sitze) nicht nur mit Monika Saggau die neue Bürgervorsteherin stellen, sondern auch als erste Gruppierung auf einen Ausschussvorsitz zugreifen. Sie wählt - wie bisher - den Haupt- und Finanzausschuss und wird Olaf Tödt als Nachfolger der ausgeschiedenen Ursula Michalak benennen. Tödt ist als Bilanzbuchhalter bestens mit der Materie vertraut.

Die Freie Wählergemeinschaft BBS (sieben Sitze) entscheidet sich wieder für den Bauausschuss, dessen Vorsitzender damit Wolfgang Tödt bleibt. Komplettiert wird das Tödt-Trio von SPD-Stadtvertreterin Kirsten Tödt, die dem Sozialausschuss vorsitzen wird und ihren Genossen Jens Lichte ablöst. Er wollte, nachdem er das angestrebte Amt des Bürgervorstehers nicht erreicht hat, nicht mehr in der ersten Reihe stehen.

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In jedem Ausschuss sitzen jeweils drei Vertreter von CDU und BBS, jeweils zwei von SPD und Grünen und ein Mitglied der FDP. Durch ein neues Verfahren zur Verteilung der Sitze werden die kleinen Gruppierungen leicht bevorzugt. So sind SPD und Grüne bei der Sitzzahl gleichauf, obwohl die SPD bei der Kommunalwahl mit über 23 Prozent deutlich vor den Grünen (gut 15 Prozent) lag.

BBS beantragt Trennung des Haupt- und Finanzausschusses

In der konstituierenden Sitzung der Stadtvertretung am 12. Juni wird über einen BBS-Antrag beraten, den Hauptausschuss und den Bereich Finanzen zu trennen. Hintergrund ist, dass in einem Hauptausschuss nur Stadtvertreter sitzen dürfen und keine wählbaren Bürger. Die BBS-Fraktion würde aber gern externe Finanzexperten wie Buchhalter und Steuerberater dazuholen. Das geht bei einem kombinierten Haupt- und Finanzausschuss nicht.

CDU und SPD hingegen wehren sich gegen eine Erweiterung der Gremien, weil sich schon in früheren Jahren gezeigt hatte, dass der Hauptausschuss über nur wenige eigene Themen verfügt. BBS-Vorsitzender Jürgen Niemann erklärt allerdings, dass allein die Digitalisierung der Stadtverwaltung ein großer Baustein ist, mit dem sich der Ausschuss befassen könnte. Wo das Thema Wirtschaftsförderung angesiedelt würde, hält Niemann noch offen. Die Grünen unterstützen das BBS-Vorhaben - und würden den vierten Ausschussvorsitz bekommen.

Gerrit Sponholz 29.05.2018
Einar Behn 29.05.2018
Einar Behn 29.05.2018