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Segeberg Eigenes Wassernetz für 600 Familien
Lokales Segeberg Eigenes Wassernetz für 600 Familien
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11:00 17.07.2018
Von Gerrit Sponholz
Ein mächtiges Rohrsystem verbindet im modernen Wasserwerk Leezen die Tanks. Geschäftsführer Reinhard Rode (82) erklärt die Anlage. Quelle: Gerrit Sponholz
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Leezen

Viele kennt er seit Jahrzehnten. Denn Rode gehörte 1972 zu den 22 Gründungsmitgliedern der Genossenschaft.

Die beiden Brunnen fördern verlässlich gutes und viel Wasser. Die Infrastruktur ist auf modernem Stand. In der Rücklage schlummern stattliche 533.000 Euro. Mittlerweile sind alle 600 Haushalte in den Ortsteilen Leezen und Krems I angeschlossen. Kamen Neubaugebiete hinzu, wurden sie von der Gemeinde erschlossen. Die Leitungen gingen in den Besitz der Genossenschaft über, die das Netz unterhält.

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Wichtig sind regelmäßige Wartungen

Dazu zählen Spülungen des 12,3 Kilometer Leitungsnetzes. Kürzlich trieb eine Fachfirma ein reinigendes Wasser-Luft-Gemisch durch die Kunststoffrohre. „Wie bislang von der Feuerwehr nur Wasser durch zu pumpen, reichte nicht mehr“, erklärt Rode, der erst den Aufsichtsrat geführt hatte, und seit 2004 Vorstandvorsitzender ist und die Geschäfte von zu Hause aus führt. „Es muss beim Spülen auch eine Verwirbelung geben.“ Dadurch würden Partikel mit ausgespült. 

„Wichtig sind die regelmäßigen Wartungen“, sagt Rode. In Einzelfällen hilft Hamburg Wasser, der Großversorger für die Millionenstadt, mit fachlichem Rat.

Keine Probleme mit Überdüngung

2018 investiert die Genossenschaft 65.000 Euro. Die Rohre sind 25 bis 40 Jahre alt. „Die halten noch lange“, ist Rode überzeugt, der früher die Meierei Leezen (heute Lactoprot) leitete. Selbst Hitzeperioden mit dem erhöhten Wasserbedarf in den vergangenen Wochen haben dem Wasserwerk am südlichen Ortsausgang nahe der B 432 nicht zugesetzt. „Wir haben auch keine Probleme mit Überdüngung, etwa Nitraten.“

Nie Zuschüsse bekommen

Die Anlagen und die Bücher werden von Behörden, dem Genossenschaftsverband und einem Steuerberater kontrolliert, sagt Rode.

Die Haushalte sind Mitglieder, also Genossen. Pro Geschäftsanteil ist ein Euro zu zahlen. „Alle Baukosten wurden aus eigener Finanzkraft geleistet. Die Wasserversorgungsgenossenschaft Leezen-Budörp hat nie Zuschüsse erhalten.“

Einar Behn 17.07.2018
Gudrun Ehlers 16.07.2018