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Segeberg Legionellen-Alarm in Turnhallen
Lokales Segeberg Legionellen-Alarm in Turnhallen
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16:15 14.01.2019
Von Sylvana Lublow
In der Sporthalle der Grundschule am Bahnhof war die Konzentration der keime am höchsten. Hier darf derzeit nicht geduscht werden. Quelle: dpa
Bad Bramstedt

Alle drei Jahre werden laut einer Trinkwasserverordnung vorgeschriebene Untersuchungen in allem Liegenschaften der Stadt und des Schulverbandes vorgenommen. Kurz vor Weihnachten war es wieder soweit. „Die Auswertung der Wasserproben sind nach Weihnachten bei uns eingetroffen und zeigten, dass es in einigen Liegenschaften eine Überschreitung der Grenzwerte gibt“, sagt Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach: „Es handelt sich um leichte Überschreitungen, bis auf die Proben der Sporthalle der Grundschule am Bahnhof, dort sind die Werte höher.“ In dieser Halle ist das Duschen deshalb auch strengstens untersagt.

In den anderen drei Hallen dürfe geduscht werden. „Nur Menschen, die eine Lungenerkrankung haben, dürfen dort nicht duschen“, sagt Kütbach. Das eingeschaltete Gesundheitsamt habe das vorgeschrieben. „Dort sind die Leitungen auch am ältesten“, so der Bürgermeister.

Besonders Lungenkranke sind gefährdet

Legionellen-Keime werden durch das Einatmen von Wasserdampf in den Körper aufgenommen, das Trinken ist nicht gefährlich. „Deshalb ist man beim Duschen besonders gefährdet“, so Kütbach. Er vermutet hinter den Legionellen den Trend, dass in Sporthallen nicht mehr so oft geduscht wird, wie früher. „Legionellen kommen vor allem im stehenden Wasser vor.“ 

Ein Sachverständiger für Trinkwasserhygiene und Bewertungsanalyst habe jetzt den Auftrag erhalten, zu prüfen, wie die Keime reduziert werden können. „Eine Maßnahme könnte sein, die Leitungen zu desinfizieren“, erklärt Kütbach: „Wenn danach noch Keime auftreten, müssten Leitungen oder Ventile ausgewechselt werden.“

Bis Mitte Februar sollen Untersuchungen abgeschlossen sein

Um einem erneuten Befall vorzukommen, denke Kütbach daran, die Leitungen alle drei bis vier Tage von den jeweiligen Hausmeistern „zwangsentwässern“ zu lassen. Warum gerade in der Turnhalle am Bahnhof die Werte so hoch waren, wisse Kütbach auch nicht. „Das muss der Sachverständige herausfinden. Er wird uns auch sagen können, was das richtige Konzept für uns ist.“

Bis Mitte Februar sollen die Untersuchungen und Maßnahmen abgeschlossen sein.

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