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Segeberg Umbau der Gosch-Jansen-Halle begonnen
Lokales Segeberg Umbau der Gosch-Jansen-Halle begonnen
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11:14 26.02.2019
Von Michael Stamp
MTV-Vorstandsmitglied Malte Butzlaff hofft, dass die Eimer zum Auffangen des Regenwassers in der Gosch-Jansen-Halle bald abgebaut werden können. Quelle: Michael Stamp
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Bad Segeberg

Nach all den leidenschaftlichen Diskussionen in der Kommunalpolitik geht es nun los. Schon mehrfach kreischten auf dem etwas versteckten Gelände an der Marienstraße die Kettensägen. Der MTV hat mit dem Abholzen und Schreddern von Knicks und Bäumen begonnen, damit die Handwerksfirmen später problemlos an das Gebäude herankommen können.

Tennisclub braucht die Halle nicht mehr

Der Verein mit seinen knapp 1 200 Mitgliedern möchte die Halle, die vom örtlichen Tennisclub nicht mehr benötigt wird, zum Ausbau seines Trainingsangebots nutzen. Das Vereinsheim an der Rantzaustraße bietet nur wenig Platz. „Der MTV ist der einzige Verein, der über die ganze Stadt verteilt ist“, erklärt MTV-Beauftragter Sven Frank. In den Ferien könne man zudem die Sporthallen der Schulen nicht nutzen. Da werde die Gosch-Jansen-Halle nun eine deutliche Entlastung schaffen. 

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Entwurf von 522000 auf 398000 Euro abgespeckt

Der erste Entwurf von Architekt Peter Rottgardt hatte auf 522 000 Euro gelautet. Doch inzwischen ist das Programm auf 398 000 Euro heruntergefahren. Doch auch diese Zahlen von Anfang 2018 sind aufgrund der munter steigenden Preis im Handwerk inzwischen wieder überholt. „Wir versuchen, die Teuerungsrate über Eigenleistung zu kompensieren“, sagt Vorstandsmitglied Malte Butzlaff.

Angst nach aufgeregten Debatten im Bauausschuss

Der Verein habe nach den aufgeregten Diskussionen im Bauausschuss nämlich große Angst davor, den angekündigten Kostenrahmen zu sprengen. Daher wurden unter anderem die ursprünglich geplanten Duschen aus dem Konzept gestrichen. Toiletten und Waschbecken wird es hingegen geben, ebenso Umkleide- und Geräteräume.

Alte Heizung bleibt, Fassade und Dach werden gedämmt

Die alte Ölheizung wird erhalten. Wenn Fassade und Dach vernünftig gedämmt seien, werde sie genügend Wärme liefern, erläutert Butzlaff. Komplett erneuert werde hingegen die Elektrik. Der alte Schaltkasten werde von einem MTV-Helfer mit entsprechender Befähigung abgeklemmt, so dass auch der Abriss eines kleinen Anbaus in Eigenregie erfolgen kann.

40 Prozent Zuschuss von Sportverbänden

Das Projekt wird laut Sven Frank zu jeweils 20 Prozent vom Kreis- und Landessportverband finanziert. Diese Zuschüsse liegen also bei knapp 160000 Euro. Die Restsumme von fast 240000 Euro teilen sich der MTV und die Stadt Bad Segeberg, in deren Eigentum die Halle verbleibt. Die Stadt hat sich eine Höchstgrenze von 160000 Euro gesetzt. Der MTV wiederum hat in den vergangenen Jahrzehnten 80 000 Euro angespart, die jetzt in diesen Ausbau investiert werden.

Gerrit Sponholz 26.02.2019
Gunnar Müller 25.02.2019
Sylvana Lublow 25.02.2019