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Segeberg Hier lässt es sich im Alter leben
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20:03 15.08.2019
Von Einar Behn
Nördlich der Rosenstraße haben Marc Oliver Offen und Silke Lehmann ein Wohnquartier in Zentrumsnähe für Senioren geschaffen. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Der Wiemersdorfer Marc Oliver Offen und die Bad Bramstedterin Silke Lehmann haben mit dem Neubaugebiet einen Bebauungsplan aus den Neunzigerjahren verwirklicht. Auch damals galt schon die Maxime, die innerstädtische Bebauung zu verdichten, anstatt nur auf die grüne Wiese zu gehen. Der B-Plan gilt für ein Gebiet zwischen der Rosenstraße und Unter der Lieth, östlich des Liethbergs. Die Häuser dort haben rückwärtig riesige Gärten, die durch den Bebauungsplan hätten bebaut werden können. Doch dazu kam es nicht, zum einen weil die Eigentümer kein Interesse hatten, zum anderen weil es nicht möglich war, die geplante Erschließungsschleife von „Unter der Lieth“ zu bauen. Die Stadt hätte dazu mehrere Grundstücke durchtrennen müssen, was die Anwohner aber nicht wollten. 

2017 kauften die Investoren das Grundstück

Alleine das Grundstück, das zum Gebäude der Arztpraxis von Dr. Jens Alnor in der Rosentraße gehörte, maß 6000 Quadratmeter. Eigentümerin war die Witwe des Arztes, der zuvor die Praxis betrieben hatte. Auf großen Teilen des Geländes herrschte Wildwuchs. 2017 kauften dann Offen und Lehmann das Grundstück. Offen betreibt mit einem Kompagnon in Wiemersdorf das Bauunternehmen Offen und Harder. Lehmann war eine Kundin. „So haben wir uns kennen gelernt und gemeinsam den Plan geschmiedet, hier Wohnhäuser zu bauen“, erinnert sich Silke Lehmann. Da aber die im B-Plan vorgesehene Erschließungsstraße nicht gebaut werden konnte, musste eine Zufahrt rechts neben der Arztpraxis von der Rosenstraße aus gebaut werden. „Wir mussten dafür noch ein altes Haus kaufen und abreißen“, erzählt Offen

Mittlerweile sind ein Wohnhaus mit vier Wohnungen und eines mit fünf entstanden und auch vermietet. „Wir hatten im November letzten Jahres eine Besichtigung der Rohbauten. Danach haben wir sofort sieben Mietverträge unterschrieben“, so Offen. „Die Nachfrage nach Seniorenwohnungen ist in Bad Bramstedt riesengroß.“

Ältere Mieter wünschen sich einen gewissen Luxus

Wer in den 1970er- und 1980er-Jahren sein Einfamilienhaus baute, ist heute im Seniorenalter. Viele wollen dann nicht mehr den großen Garten, die Kinderzimmer sind überflüssig geworden. „Die Leute wollen eine kleine Wohnung, die zentrumsnah liegt. Das können wir ihnen hier bieten“, so Offen. Der Landweg mit dem Rewe-Markt und den zahlreichen kleinen Geschäften ist nur wenige Schritte entfernt. 

Und die Ruheständler haben Qualitätsansprüche. Wer im eigenen Haus gelebt hat, will auch im Alter einen gewissen Luxus. Den bieten die Wohnungen. Sie sind zwischen 80 und 95 Quadratmeter groß, haben Balkon oder Terrasse, sind barrierefrei, haben Fußbodenheizung und elektrische Rollläden. Außerdem gehört zu jeder Wohnung eine Garage mit begrüntem Dach. Heizwärme und Strom liefert ein eigenes Blockheizkraftwerk auf dem Gelände. 

12 Euro pro Quadratmeter beträgt die Miete, womit sie an der Spitze liegt. In Bad Bramstedt liegen laut dem Internetportal Immowelt die Kaltmieten zurzeit zwischen 5,50 Euro und 11 Euro. Doch die Senioren sind bereit das zu bezahlen. Auch für die noch geplanten weiteren beiden Häuser gibt es schon Nachfragen. Gebaut werden noch ein Haus mit vier Wohnungen und ein Doppelhaus.

Die SPD-Fraktion unternimmt einen neuen Anlauf, künftig mehr sozialen Wohnungsbau in Bad Bramstedt durchzusetzen.

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