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Segeberg Sternekoch zauberte im Vitalia Seehotel
Lokales Segeberg Sternekoch zauberte im Vitalia Seehotel
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20:33 04.02.2019
Von Matthias Ralf
Foto: Viele Helfer hatte Gastkoch Marcello Fabbri zur Verfügung, um an zwei Tagen für 130 Gäste ein leckeres Menü zu kreieren.
Viele Helfer hatte Gastkoch Marcello Fabbri zur Verfügung, um an zwei Tagen für 130 Gäste ein leckeres Menü zu kreieren. Quelle: Matthias Ralf
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Bad Segeberg

„Ich gestalte meine Gerichte immer so, dass der Geschmack im Vordergrund steht“, erklärt Fabbri. Schließlich kann keine noch so raffinierte Optik ein exquisites Aroma ersetzen. Der Italiener hat sich mit seiner Liebe zum Detail und mit vielen kreativen Ideen bei der Umsetzung seiner Kochkunst einen guten Namen gemacht. „Die Qualität der Produkte ist entscheidend.“

25 Jahre lang schwang er im Weimarer Hotel Elephant das Kochzepter. Seit September stellt sich der Italiener aus Rimini einer neuen Herausforderung: Er verließ seine ehemalige Wirkungsstätte, um die „Weinbar Weimar“ mit seiner anspruchsvollen Kochkunst zu bereichern. Dort treffen Produkte seiner Wahlheimat Thüringen auf internationale Kreationen.

Vitalia-Küchenchef genießt das Gourmet-Festival

Zur 32. Saison des Schleswig-Holstein Gourmet Festivals versammeln sich hochkarätige Vertreter unterschiedlicher Landesküchen im Norden, die mit ihrer Kreativität und Experimentierfreude die Feinschmecker-Szene prägen. Das Vitalia Seehotel beteiligt sich seit vielen Jahren an dem Festival.

„Davon können auch wir profitieren“, sagt Andreas Schmidt. Der Küchenchef des Hotels freute sich über die wertvollen Tipps und Ideen, die sein Team durch den Besuch des Spitzenkochs kostenlos geliefert bekam. „Das bringt frischen Wind bei uns in die Küche. Wir können unseren Horizont erweitern.“  Beim Vorbereiten der Speisen fachsimpelten die Chefköche über Kochexperimente und tauschten Erfahrungen aus.

Obwohl der 48-jährige Fabbri seit vielen Jahren in Deutschland lebt, ist ihm das italienische Flair bei seinen Gerichten wichtig. „Das Risotto ist aber angedeutscht.“ Fenchel, Dill und getrocknete Tomaten seien nicht unbedingt typische Zutaten für ein italienisches Risotto. Dafür hatten es die Tomaten in sich. Sie wurden in Apulien in Essig, Weiß- und Rotwein eingelegt, getrocknet und später erneut in Oliven, Knoblauch und Chili eingelegt. „Das schmeckt man auch“, betont Fabbri.

Menü mit Steinbutt, Risotto, Lammkarree und Limette

130 Gäste im Vitalia Seehotel verschafften sich einen Eindruck von diesem besonderen Geschmackserlebnis. Einem Amuse-Bouche mit Räucheraal, Apfelsellerie, Meerrettich und Brotcroutons folgte ein Filet vom Steinbutt mit Blumenkohl an schwarzem Wintertrüffel. Als Zwischengerichte wurden Ravioli del Plin an Pamesanschaum und Salbeibutter sowie das Fenchel-Risotto gereicht. Das Lammkarree mit mediterraner Kruste, weißen Zwiebeln und Thymian kam sehr gut an.Das Desser: Weiße Schokolade, Cachaca und Limette mit einem herzhaften Mürbeteig bildeten den süß-salzigen Abschluss des Menüs. Die meist einhellige Meinung der Gäste: „Lecker!“

Marcello Fabbri begeisterte Team und Gäste im Vitalia Seehotel in Bad Segeberg.
04.02.2019
Harald Becker 04.02.2019