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Segeberg Mehr Erstklässler als letztes Jahr
Lokales Segeberg Mehr Erstklässler als letztes Jahr
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07:00 23.08.2014
Von Gerrit Sponholz
Am Montag, 25. August, beginnt in Schleswig-Holstein wieder der Schulunterricht. Keine Schule im Kreis Segeberg ist in ihrem Bestand gefährdet. Quelle: dpa
Kreis Segeberg

Segebergs Schulrat Jürgen Hübner erwartet 2525 Jungen und Mädchen in den neuen ersten Grundschulklassen. Das wären 189 Kinder mehr als im vorigen Jahr.

 2426 Schüler werden die fünften Klassen der weiterführenden und allgemeinbildenden Schulen besuchen. Das sind drei weniger als 2013.

 Im Bestand gefährdet sei keine Schule, sagt Hübner. Die Zahl der zugewiesenen Lehrerstellen bleibe in etwa stabil. Die Gemeinschaftsschulen erhalten kreisweit gut elf Planstellen mehr vom Land. 20 Gemeinschaftsschulen gibt es mittlerweile. Darunter sind vier mit eigenen Oberstufen, die den Schülern den Weg bis zum Abitur ermöglichen.

 In den dritten und vierten Grundschulklassen werden den Schülern in der Regel keine Noten mehr erteilt, sondern Berichtszeugnisse ausgestellt. Die Schulkonferenz einer Grundschule kann allerdings beschließen, zusätzlich weiterhin Noten zu verteilen.

 Eltern von Viertklässlern erhalten zum Halbjahreszeugnis auch einen „Enwicklungsbericht zum Übergang an die weiterführenden, allgemein bildenden Schulen“. Darin erfahren sie, in welchem Maße Tochter und Sohn allgemeine Kompetenzen wie Arbeitsorganisation und Teamfähigkeit „fast immer“ besitzt, „überwiegend“, „teilweise“ oder „selten“. Für die einzelnen Schulfächer gibt es ebenfalls ein vierstufiges Kompetenzraster. So wird den Eltern mitgeteilt, ob das Kind in Deutsch sicher oder unsicher spricht, zuhört, schreibt und liest.

 Theoretisch können Eltern all ihre Kinder an Gymnasien anmelden. Bislang war dies bei jenen Kindern nicht möglich, die von der Grundschule nur eine Empfehlung für den Hauptschulzweig erhalten hatten. Gymnasialschüler steigen ab dem nächsten Schuljahr ohne Versetzungsbeschlüsse von Jahrgangsstufe 5 in Jahrgangsstufe 6 auf.

 Das Kultusministerium betont: An Gemeinschaftsschulen wird grundsätzlich gemeinsam unterrichtet. Weil aber Schüler unterschiedlich leistungsfähig sind, soll Unterricht auch „binnendifferenziert“ erfolgen, also mit unterschiedlich anspruchsvollen Aufgaben für die Schüler innerhalb des Klassenverbands. Versetzt werden die Schüler an Gemeinschaftsschulen bis Jahrgangsstufe 9 automatisch. Über die Versetzung in Stufe 10 muss allerdings die Klassenkonferenz entscheiden.

 Der Hauptschulabschluss heißt künftig „Erster allgemeinbildender Schulabschluss“, der Realschulabschluss „Mittlerer Schulabschluss“. Alle beide Abschlüsse und das Abitur können künftig an Gymnasien erreicht werden.