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Segeberg Mehr Fünftklässler im Kreis Segeberg
Lokales Segeberg Mehr Fünftklässler im Kreis Segeberg
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00:17 12.04.2013
Von Gerrit Sponholz
2375 Erstklässler werden im Sommer 2013 in die Grundschulen im Kreis Segeberg eingeschult, 16 weniger als im Vorjahr. Quelle: dpa
Kreis Segeberg

Auch die Gymnasien haben stabilen Zulauf. Die Zahl der Lehrer wird in etwa gleichbleiben. Sie führen die Segeberger Schüler zu überdurchschnittlich guten Abschlüssen, zeigen Studien.

 2375 Erstklässler werden ab Sommer 2013 Grundschulen im Kreis Segeberg besuchen. Das sind 16 weniger als vor einem Jahr und sechs weniger als vor zwei Jahren.

 Die Schülerzahl schwankt auch innerhalb eines Schuljahres. So sitzen ab dem Sommer 40 Kinder mehr in zweiten Grundschulklassen, als ein Jahr zuvor als Erstklässler eingeschult worden waren. Das kann mehrere Gründe haben, wie Schulrätin Marianne Böttcher erläutert. So sind Familien zugezogen. Und Kinder nutzen die Möglichkeit des freiwilligen „Sitzenbleibens“, indem sie die ersten zwei Grundschulklassenstufen in drei statt zwei Jahren durchlaufen.

 Alle Segeberger Grundschulen hätten ausreichend Schüler, sagt Böttcher. Sorgen bereiten ihr allerdings manche kleine Schulaußenstellen, etwa in Oering oder Sievershütten/Struvenhütten.

 Bei den vier Regional- und 14 Gemeinschaftsschulen im Kreisgebiet hat sich die Zahl der Anmeldungen stabilisiert. Mit 1384 neuen Fünftklässlern wird wieder das Niveau von 2011 erreicht. Im vorigen Jahr waren nur 1267 neue Fünftklässler gezählt worden. Zwei der Gemeinschaftsschulen, in Trappenkamp und Norderstedt, besitzen bereits eigene Oberstufen. Die Gemeinschaftsschule in Bad Bramstedt hat beim Land eine Oberstufe beantragt. Auch das Schulzentrum Bad Segeberg trägt sich mit dem Gedanken.

 Fünf der Gemeinschaftsschulen erreichen gerade so oder verfehlen knapp die Mindestzahl von 60 neuen Fünftklässlern. Das Land hat intern allerdings durchblicken lassen, dass die Mindestschülerzahl an Gemeinschaftsschulen bald gesenkt werden soll. Böttcher sähe darin ein Problem: Mit weniger Schülern und Lehrern könnten ab der siebten Klassenstufe weniger Wahlpflichtkurse angeboten werden.

 Bis 2014 müssen auf Geheiß des Landes alle Regionalschulen in Gemeinschaftsschulen umgewandelt werden. Das Zwei-Säulen-Modell mit Gymnasien einerseits und Gemeinschaftsschulen andererseits hält Böttcher für gut. An Gemeinschaftsschulen etwa würden schwache Schüler durch stärkere motiviert und mitgezogen, ohne dass diese wiederum vernachlässigt würden.

 Nicht zuständig sind die Schulräte für die Gymnasien. Sie haben weiter Zulauf, berichtet Thomas Schunck, Pressesprecher des Bildungsministeriums. Nach vorläufigen Zahlen haben sich 931 neue Fünftklässler im Kreis Segeberg an Gymnasien angemeldet, 13 mehr als im Vorjahr. 40 Prozent des Segeberger Fünftklässler-Jahrgangs wählen also das Gymnasium. Landesweit sank die Zahl um 200 auf 9651, also im Durchschnitt um zwei Fünftklässler pro Gymnasium.

 Insgesamt liefern die Schüler im Kreis Segeberg relativ gute Leistungen ab, stellt Schulrätin Marianne Böttcher fest. Das zeigten Vergleiche der Schulabschlussleistungen. Die Segeberger Schüler lägen meist besser als der Landesdurchschnitt.

 Welche Schulen im Kreis Segeberg gut oder schlecht sind, mag Böttcher nicht sagen. Könne sie auch nicht, denn vieles hänge von den Qualitäten der jeweiligen Lehrer ab. Als Landesvorsitzende des Schulräteverbandes wünscht sie sich vom Land, dass es die Schulen wie früher wieder durch externe Experten überprüfen lässt. Dadurch könnten Schulen Schwachstellen entdecken und beseitigen.

 Bei den Lehrerstellen wird das Land für das neue Schuljahr im Kreis Segeberg ein wenig kürzen, sagt Böttcher. „Aber es ist noch vertretbar. Darben müssen die Schulen im neuen Schuljahr nicht.“