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Segeberg Mit Scooter zum Gottesdienst
Lokales Segeberg Mit Scooter zum Gottesdienst
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09:00 16.07.2018
Von Jann Roolfs
Klönschnack und Kaffeetafel mit Scooter: Der stand an der Bad Bramstedter Kirche unter dem Motto: „Barrieren überwinden“. Quelle: Jann Roolfs
Bad Bramstedt

„Viele, die mit einem Rollator gehen müssen, werden hergebracht, dann sieht man sie mal wieder“, freut sich eine Bad Bramstedterin. Die Frau mit den weißen Haaren sitzt an einer Bierzeltgarnitur, das Kaffeegeschirr wurde gerade abgeräumt. „Ein bisschen klönen, dazu kommt man selten“, lobt ihre Sitznachbarin Gerda Wrage aus Bad Bramstedt den Nachmittag.

Die Frauen sitzen im Schatten der Linden auf dem Rasen neben der Kirche. „Barrieren überwinden“ lautet das Motto des zweiten Treffens dieser Art. Eine halbe Stunde lang haben gut 60 Besucher aus der Stadt und umliegenden Dörfern in der Kirche eine Andacht gefeiert und gesungen, dann sind sie raus gegangen und haben sich bei Kaffee und Kuchen zusammengesetzt. „Etwas Unkompliziertes“ soll diese Veranstaltung sein, gibt Pastor Rainer Rahlmeier als Maxime vor.

Das Gotteshaus ist barrierefrei zu erreichen

Aus Bad Bramstedt waren die Kirchengemeinde und die Beauftragten für Senioren und für Menschen mit Behinderung dabei, drei Pflegedienste und Seniorenheime, aus den Dörfern Seniorenclubs. Den Kuchen hat Pflegeheim-Geschäftsführer Oliver Mees gespendet, der örtliche Scooter-Händler hat einige seiner Gefährte zum Ausprobieren aufgestellt, eine neue Bürgermeisterkandidatin stellt sich an den Tischen vor.

Seit der Restaurierung der Kirche ist das Gotteshaus barrierefrei zu erreichen. Gerda Wrage ist mit ihrem Scooter gekommen, den hat sie am Kopf ihres Tisches abgestellt. „Das ist so etwas Tolles“, schwärmt sie von ihrem Elektro-Fahrzeug. Ihr schräg gegenüber sitzt Elke Korth aus Bad Bramstedt, die ihren Besuch sportlich angegangen ist: Normalerweise stützt sie sich beim Gehen auf einen Stock, aber heute ist sie ohne gekommen. „Ich habe das gestern ausprobiert, das ging“, erzählt sie. Mit Gehstock werde die Körperhaltung „so schlecht“, schimpft sie; besser gefällt ihr die Variante mit zwei Nordic-Walking-Stöcken.

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