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Segeberg Mordprozess beginnt nächsten Mittwoch
Lokales Segeberg Mordprozess beginnt nächsten Mittwoch
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15:00 26.09.2013
Von Michael Zwicker
In der Feldmark bei Lentföhrden wurde der Leichnam der jungen Kaltenkirchenerin gefunden.
Lentföhrden

Es war der pure Zufall, der die Polizei auf einen mutmaßlichen Mörder aufmerksam werden ließ. Eine Motorradstreife stoppte in Wiemersdorf einen Autofahrer auf der Bundesstraße 4. Der Mann war dem Beamten des Verkehrsüberwachungsdienstes aus Neumünster wegen seiner unsicheren Fahrweise aufgefallen. Der Ordnungshüter dachte, der Ford-Lenker stehe unter Drogen- oder Alkoholeinfluss. Doch der junge Mann war offensichtlich durch die Tat so aufgewühlt.

 Als der Verkehrspolizist den 21-Jährigen kontrollierte, bemerkte er nicht nur Blutspuren am Auto, sondern auch an der Kleidung des Mannes. Daraufhin brach der junge Mann zusammen und gestand, soeben seine Ex-Freundin umgebracht zu haben.

 Die Polizei startete daraufhin eine Suchaktion. Und nur 30 Minuten später wurde der leblose Körper der 20-Jährigen an einem Waldweg gefunden. Das Opfer lebte in Kaltenkirchen mit ihrem Bruder zusammen und erhielt ausbildungsbegleitende Hilfe bei einer Weiterbildungseinrichtung.

 Nach dem Verbrechen hatten Ermittler und Staatsanwaltschaft zu den näheren Umständen der Tat noch geschwiegen. Wie die Pressestelle der Anklagebehörde jetzt vor Prozessbeginn bekanntgab, hatte der Angeklagte eine langjährige Beziehung mit dem späteren Opfer. Die wollte die Kaltenkirchenerin aber beenden. Sie hatte ein sexuelles Verhältnis zu einem anderen Mann begonnen. Davon hatte der eifersüchtige Angeklagte nach Ansicht der Staatsanwaltschaft aber erfahren und daraufhin beschlossen, seine Freundin zu töten. Deshalb sei er am Tattag mit ihr in einen Feldweg nach Lentföhrden gefahren. Er hatte aber noch mit der jungen Frau Geschlechtsverkehr, bevor er sie dann mit einem mitgebrachten Küchenmesser erstach.