Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg Motorsportgelände sorgt für Zündstoff
Lokales Segeberg Motorsportgelände sorgt für Zündstoff
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:02 01.05.2019
Von Sylvana Lublow
Ärger um das Trainingsgelände des MSC Kaltenkirchen: Die Motorsportler suchen schon lange nach einer Heimstätte. Quelle: Archiv
Kaltenkirchen

Bereits in November 2017 hatte die Stadtvertretung beschlossen, für das in Frage kommende Areal westlich der A7 und angrenzend an das Industriegebiet Moorkaten als Trainingsgelände für den Traditionsverein, der schon seit Jahren nach einem passenden Gebiet sucht, den Flächennutzungsplan zu ändern. Folglich wurden Gutachten für Verkehr, Lärm und Naturschutz in Auftrag gegeben. Vor knapp zwei Monaten stimmte der zuständige Bau- und Umweltausschuss dem Vorentwurf der Stadt zu. Seit dem 3. April und noch bis morgen liegt der Entwurf im Rathaus aus. Und seitdem kochen einige Gemüter hoch. „Es werden sogar bewusst Falschmeldungen in Umlauf gebracht, dass dort zum Beispiel alles gerodet wird oder eine Motorrad-Waschanlage entstehen soll“, sagt Bürgermeister Hanno Krause: „Alles Quatsch, stimmt einfach nicht.“

Motorsportverein ohne Heimstätte

Die Sprechstunden im Rathaus seien gut besucht, dort wird aufgeklärt. „Viele gehen mit einem Aha-Erlebnis wieder raus“, berichtet Krause, der betont, wie wichtig ihm Transparenz und Bürgerbeteiligung in diesem Fall sei. Lediglich ein bisschen Buschwerk soll beschnitten werden, von einer kompletten Rodung steht nichts im Entwurf. Das Gelände soll eingezäunt werden, Training ist nur an zwei Tagen in der Woche erlaubt. „Der MSC ist ein Traditionsverein, den es seit 1952 in Kaltenkirchen gibt. Und er ist ohne Heimstätte. Wir wollen uns für alle Vereine gleich stark einsetzen“, so Krause. Außerdem soll es gelingen mit dem geordneten Fahren die illegale Nutzung des Truppenübungsplatzes zu unterbinden. 

Bürger befürchten Lärm und Zerstörung der Natur

Mehr als 150 Stellungnahmen seien bereits im Rathaus zu dem Vorentwurf eingegangen. „Dabei handelt es sich um Musterbriefe der Bürgerinitiative, die ausgefüllt abgegeben werden“, erklärt Krause. Die Bürgerinitiative besteht hauptsächlich aus Bewohnern, deren Wohnhäuser sich etwa einen Kilometer vom Trainingsgelände entfernt befinden. Ihr Sprecher Detlef Podalski erklärte gegenüber der SZ: „Wir befürchten erhebliche Lärmeinwirkungen auf unsere Grundstücke und Wohnungen. Außerdem werden die Belange des Waldschutzes und Naturschutzes kaum beachtet.

Öffentliche Aussprache am 20. Mai geplant

Im Hauptausschuss am Montagabend berichtete Hanno Krause den Mitgliedern, dass am Montag, 20. Mai, ab 18.30 Uhr im Rahmen der Bauausschusssitzung eine „öffentliche Aussprache zu den eingegangenen Stellungsnahmen im Rathaus“ in der Feuerwache stattfinden wird. Alle Gutachter werden vor Ort sein und sich den Fragen der Bürger stellen. „Wir hoffen, dass viele kommen, auch die Bürgerinitiative, damit am Ende keine Fragen offen bleiben“, so Krause. Der Bürgermeister wolle vorher noch persönlich das Gespräch mit der Bürgerinitiative suchen, die sich bislang noch nicht an ihn gewandt hatte.

Kein guter Ton, trotzdem Dialog geplant

Einige Hauptausschussmitglieder warnten Krause daraufhin. Katharina Loedige (FDP): „Meine Fraktion hat versucht mir der Bürgerinitiative Kontakt per E-Mail aufzunehmen und wir bekamen eine wütende Mail zurück, dass man nicht bereit ist, mit uns zu reden, solange wir das Projekt nicht einstampfen.“ Sie wisse nicht, was die Leute geritten habe, so einen Ton anzuschlagen. Frank Günther (Pro Kaki) stimmte dem zu und riet Krause: „Ich würde die Leute nicht ansprechen, die wissen doch, wo das Rathaus ist. Sie werden nur Prügel einstecken.“ Doch der Bürgermeister lässt sich von seinem Vorhaben nicht abbringen: „Wenn der Dialog nicht zu mir kommt, gehe ich zum Dialog.“

Segeberg Hochzeitstag in Pronstorf - Liebesglück per SZ-Kontaktanzeige

"Du allein, ich allein, zu zweit könnte es viel schöner sein", inserierte Ilse Engeland am 10. August 2012 in der Segeberger Zeitung. Gleichzeitig suchte Walter Engeland wieder "eine feste Beziehung". Sie rief den Witwer an, man traf sich - nun feiert das Paar seinen fünften Hochzeitstag.

01.05.2019

Wahrscheinlich alle Grundschüler, die in Henstedt-Ulzburg einen Hortplatz benötigen, werden nach den Sommerferien auch einen bekommen. Das teilte Mathias Schilling, pädagogischer Leiter des Kita-Eigenbetriebes, in der Sitzung des Betriebsausschusses mit. In Planung sind zwei weitere Hortgruppen.

Nicole Scholmann 30.04.2019

Es sind zwar noch sieben Wochen, bis das Kaltenkirchener Stadtfest zum 25. Mal stattfindet; doch die Veranstalter haben schon so gut wie alles für das dreitägige Spektakel „Rund um den Ochsen“ organisiert. Nur Kleinigkeiten fehlen noch, wie Mit-Organisator Bernhard Froh mitteilte.

Sylvana Lublow 29.04.2019