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Segeberg Feuer im Landhaus Schulze-Hamann
Lokales Segeberg Feuer im Landhaus Schulze-Hamann
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06:13 17.05.2019
Von Michael Stamp
Jede Menge Einsatzfahrzeuge parkten am späten Donnerstag Abend vor dem Landhaus Schulze-Hamann in Blunk. In dessen Wirtschaftsbereich war ein Feuer ausgebrochen. Quelle: Michael Stamp
Blunk

Um 22.35 Uhr war es am Donnerstagabend mit der Beschaulichkeit in Blunk (Kreis Segeberg) und den umliegenden Dörfern vorbei. Die Sirenen riefen die Feuerwehrleute zusammen - und Kay Wörmer (53) zuckte unwillkürlich zusammen. „Du musst nicht los, wir sind nicht zu Hause“, sagte seine 52-jährige Frau Tina, nachdem sie den Alarm zunächst für einen Teil des Fernsehprogramms gehalten hatte. Die Eheleute aus Lüchow-Dannenberg waren im Landhaus Schulze-Hamann als Hotelgäste eingemietet - und Kay Wörmer ist daheim ehrenamtlicher Feuerwehrmann.

Hotelgast hörte Rauchmelder und klopfte hektisch an die Tür

Doch dann klopfte es plötzlich ebenso hektisch wie energisch an die Tür. Draußen stand Gerhard Spengler, ein anderer Hotelgast. „Ich hatte das Piepen von den Rauchmeldern gehört.“ Der 48-jährige Monteur, der für die Möbelhausketten Höffner und Kraft tätig ist, kennt sich mit derlei Dingen aus. Früher hat er mit Brandschutzanlagen beim Fast-Food-Riesen McDonald’s zu tun gehabt - und als er in Blunk nun auch noch Rauch roch, war es mit seiner Ruhe vorbei. Schnell schlüpften alle in ihre Kleidung und eilten aus dem Haus.

Brandschützer drangen in den verqualmten Wirtschaftsbereich vor

Wenige Minuten nach dem Sirenenalarm war die Segeberger Straße von Einsatzfahrzeugen diverser Feuerwehren, Polizei und Rettungsdienst gesäumt. Unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Blunker Wehrführers Matthias Bock drangen die Brandschützer in den verrauchten Wirtschaftsbereich des Lokals vor. 

Brennende Wäsche wurde zügig gelöscht

Die Quelle des Qualms war schnell ausgemacht. „Da hat Wäsche gebrannt“, berichtet Einsatzleiter Bock. Neben dem Rauch waren auch Flammen zu sehen. Ob ein technisches Gerät wie eine Mangel oder ein Trockner an dem Feuer beteiligt war, konnte er nicht sagen. Das herauszufinden wird nun die Aufgabe der Brandermittler sein.

Hotelgäste wurden im Rettungswagen untersucht

Das Feuer konnte, wie Bock weiter schildert, zügig gelöscht werden. Die Hotelgäste wurden im Rettungswagen auf eine mögliche Rauchvergiftung untersucht. „Alles in Ordnung“, sagte Kay Wörmer beruhigt, als er und seine Frau die Prozedur hinter sich hatten. Alle Betroffenen wurden gefragt, ob sie sich im Krankenhaus durchchecken lassen wollen. Die Polizei nahm erste Aussagen auf.

Familie Schulze-Hamann organisierte Ausweichquartier

Unterdessen hatte Familie Schulze-Hamann für ihre Gäste ein Ersatzquartier im Ort organisiert, da das Hotel in dieser Nacht nicht mehr genutzt werden durfte. Lediglich das Gepäck konnte aus den Zimmern geholt werden. Der gesamte Einsatz lief äußerst geordnet und unaufgeregt ab. 

Zweiter Brand innerhalb eines guten Jahres

Für das Landhaus Schulze-Hamann ist es der zweite derartige Schlag innerhalb eines guten Jahres. Mitte April 2018 war ebenfalls im Wirtschaftsbereich ein Wäschetrockner in Brand geraten und hatte auch noch eine Verpuffung ausgelöst. Das Lokal musste daraufhin für rund einen Monat geschlossen werden. Die Gasträume waren nahezu unbeeinträchtigt geblieben, aber hinter den Kulissen musste eine Menge saniert werden.

Jetzt sind die Brandermittler an der Reihe

Nun hat es die Betreiberfamilie erneut in ihrem Wirtschaftsbereich erwischt. Die Brandermittler der Kriminalpolizei Segeberg haben nun die Aufgabe, die Ursache herauszufinden. Ein technischer Defekt dürfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Auslöser gewesen sein.

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