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Segeberg Gemeinde will wachsen
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17:35 28.01.2019
Von Gunnar Müller
Bürgermeister Holger Fischer ist begeistert: Hinten an der Baumreihe beginnt etwa Itzstedt, davor, noch auf eigenem Gebiet, möchte sich Nahe erweitern. Quelle: Gunnar Müller
Nahe

Planer Horst Kühl vom Bau und Stadtplaner Kontor in Mölln zeigte in der Einwohnerversammlung vor rund 160 Interessierten, wie diese Fläche in einigen Jahren bebaut aussehen könnte.

Mehr als 500 neue Häuser

Nahes Bürgermeister Holger Fischer (WDN) zeigte sich indes begeistert vom Konzept: „Die Größe erschlägt einen erst einmal. Aber das ist eine echte Chance für Nahe und für das gesamte Amt Itzstedt.“ Tatsächlich haben es die Zahlen in sich, die Planer Kühl in gut 90 Minuten den Nahern – und zahlreichen Itzstedtern – vorträgt: Auf einer Fläche von 471 000 Quadratmetern (das entspricht 66 Fußballfeldern) könnten 210 Ein- und Zweifamilienhäuser, 320 Mehrfamilienhäuser sowie ein Gewerbe- und Mischgebiet am nordwestlichen Rand Nahes in Richtung Nahe Itzstedt entstehen.

Neues gemeinsames Zentrum

„Die Fläche für den Gemeinbedarf ist zentral für beide Gemeinden gelegen“, beschrieb Kühl das gedachte Zentrum des Konzepts: ein rund 50 mal 50 Meter großer, von Bäumen gesäumter Marktplatz, und ein Gebäude, das für viele unterschiedliche Aufgaben denkbar wäre. Als Schule oder Kita, für eine Verwaltung oder Ärztehaus. In Gedanken ist der Bürgermeister da schon weiter: „Ich könnte mir eine Grundschule vorstellen.“ Damit, so Fischer, sei Platz in der bisherigen für eine Oberstufe. Aber auch für die älteren Mitbürger biete dieses Konzept die Möglichkeit, in einem betreuten Wohnen eigenständig zu wohnen.

Planer möchte Wünsche berücksichtigen

Planer Kühl musste noch weitere Wünsche in sein Konzept einarbeiten: Ärztezentrum und Einkaufszentrum, Handwerker, Parkflächen und eine Bus-Umsteigeanlage. Diese solle dann späterhin für eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sorgen und so den Pkw-Verkehr entlasten.

Mehr Probleme beim Straßenverkehr befürchtet

Denn der Straßenverkehr scheint die Achillesverse des Konzepts darzustellen. Mehrere Bürger erhoben den Einwand, dass auch mit den möglichen 1 400 neuen Nahern sich die ohnehin schwierige Verkehrslage verschlimmern könne, Staus seien bereits jetzt Alltag. „Die Bundesstraße 432 ist eine Angelegenheit des Bundes“, sagte Fischer.

Umsetzung dauert mindestens zehn Jahre

Die komplette Umsetzung werde mindestens zehn Jahre in Anspruch nehmen. Ganz am Ende eines langen Prozesses könnte so ein Unterzentrum aus einer Gemeinde oder einer Doppelgemeinde mit rund 8.000 Bürgern stehen.

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