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Segeberg Kein "Rotlicht-Bezirk" für Kaiser Lothar
Lokales Segeberg Kein "Rotlicht-Bezirk" für Kaiser Lothar
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08:16 29.05.2018
Von Michael Stamp
Die 750 Meter lange Kaiser-Lothar-Allee ist fertig. Sie verbindet die Burgfeldstraße mit dem Nelkenweg und somit mit dem Gewerbegebiet Rosenstraße. Derzeit noch im Bau ist der Birkenring, von dem noch rund 400 Meter fehlen. Quelle: karsten wilkening
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Bad Segeberg

Genau 884 Jahre, nachdem Kaiser Lothar den Bau der Siegesburg befohlen hat, ist die nach ihm benannte Straße fertig. Nun weihte Bürgermeister Dieter Schönfeld mit einigen Gästen die Allee ein. Mit dem Bau war schon 2005 begonnen worden. Damals entstanden die ersten 150 Meter, abzweigend von der Burgfeldstraße. Danach war erst einmal Pause, denn die Fahrbahn sollte im angrenzenden Gebiet des Bebauungsplans Nr.79 fortgeführt werden.Dort war zunächst ein Wohngebiet vorgesehen. Doch dann besann sich die Stadt anders, weil die geplante A20-Trasse dicht daran vorbei führt. Der zu erwartende Lärm würde Wohnhäuser beeinträchtigen; für Gewerbebetriebe ist die verkehrsgünstige Lage eher ein Pluspunkt.

Nach einer Umplanung stand fest, dass nur noch im nördlichen Bereich des B-Plans 79 gewohnt werden kann, weiter südlich sollen sich Firmen ansiedeln. „Die Datenautobahn ist schon da“, wirbt Schönfeld. „Hier liegt überall Glasfaser.“ Die Bauphase wurde zeitweise von allzu feuchter Witterung beeinträchtigt, aber insgesamt liegen die weitgehend von der Lübecker Firma Grothe erledigten Arbeiten voll und ganz im Budget und auch zeitlich gut im Plan. Statt im Oktober sollen sie bereits im September abgeschlossen werden.

6,7 Millionen Euro in die Erschließung investiert

Aktuell fehlen noch 400 Meter des insgesamt 850 Meter langen Birkenrings, der von der Kaiser-Lothar-Allee abzweigt. Die 250 Meter lange Weißdornstraße innerhalb des Rings ist hingegen schon befahrbar. Seit 2014 mit der Erschließung des B-Plan-79-Geländes begonnen worden ist, hat die Stadt rund 6,7 Millionen Euro in die neue Infrastruktur mit Fahrbahn, Wasserleitungen und Kabelschächten investiert. Dieses Geld wird sie über den Verkauf der Grundstücke wieder einnehmen.

Die Stadt musste bei Bau in Sachen Umwelt auf zahlreiche Vorgaben Rücksicht nehmen. So wird es einen Dunkelkorridor für Fledermäuse geben, die über das Gelände fliegen. Einige Lampen werden dicht über dem Erdboden leuchten, damit sie die Tiere nicht stören. Weil rotes Licht die Säuger weniger abschreckt als weißes oder gelbes, war auch ein entsprechender Pylon angedacht worden. Der hätte allerdings auf Entfernung nach Rotlichtbezirken ganz anderer Art aussehen können. Schönfeld: „Ich hätte es nicht gut gefunden, wenn ein Rotlicht-Turm falsche Signale senden würde.“

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