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Segeberg Ina Roth führt Bad Segebergs CDU
Lokales Segeberg Ina Roth führt Bad Segebergs CDU
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19:25 23.09.2018
Von Michael Stamp
Sie bilden den neuen Vorstand der Bad Segeberger CDU: die Beisitzerinnen Irmgard Seiffert (von links) und Melanie Büttner, stellvertretender Vorsitzender Tristan Jadzewski, Vorsitzende Ina Roth, Kassenwartin Kirsten Hagemann sowie die Beisitzerinnen Dorina Klaus und Monika Saggau. Quelle: Michael Stamp
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Bad Segeberg

Die Christdemokraten erinnern sich nämlich noch immer mit Fassungslosigkeit an die Kandidatenkür Anfang des Jahres. Damals hatte Voss, der dem zuvor weitgehend zerstrittenen Ortsverband zumindest oberflächlich eine neue Harmonie verordnet hatte, urplötzlich seine Mission für beendet und seine sofortigen Rücktritt erklärt – und das wenige Wochen vor der Kommunalwahl. Stellvertreter Volker Stender, der jetzt die Jahreshauptversammlung leitete, hatte als kommissarischer Chef einspringen müssen.

Immer noch Unverständnis über Uwe Voss

„Keiner war vorbereitet, schilderte der fast 74-jährige Stender nun. Eine Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl mitten im Wahlkampf habe er vermeiden wollen und den Job daher mit Unterstützung seiner Vorstandskollegen Kirsten Hagemann, Ina Roth, Irmgard Seiffert und Monika Saggau erledigt. Lob dafür gab s vom früheren Stadtvertreter Hanno Hagemann: „Vor so einen Karren gespannt zu werden und das so gut zu machen – das finde ich toll!“ Trotz der Turbulenzen wurde die CDU in der Stadtvertretung zur stärksten Fraktion.

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Die Vorstandswahlen gingen im Hotel Residence recht einmütig über die Bühne: Ina Roth erhielt 21 von 25 Stimmen; drei Parteifreunde stimmten gegen sie, einer enthielt sind. Der gerade mal 26 Jahre alte Stadtvertreter Tristan Jadzewski wurde mit 23 Stimmen zum Stellvertreter gewählt. Als Beisitzer wurden Dorina Klaus, die neue Bürgervorsteherin Monika Saggau, Melanie Büttner und Irmgard Seiffert gewählt – en bloc mit 23 Stimmen. Das beste Ergebnis erzielte Kirsten Hagemann bei ihrer einstimmigen Wiederwahl zur Kassenwartin. Melanie Büttner löst zudem Ina Roth als Mitgliederbeauftragte ab. CDU-Kreisgeschäftsführer Jörg Feldmann hatte die Wahlen geleitet.

Neue Vorsitzende wollte erst gar nicht

Die neue Vorsitzende hatte sich noch vor wenigen Wochen gegen das Amt gesträubt, weil sie als berufstätige Mutter zweier Kinder im Grunde nicht genug Zeit für solch eine aufwändige Tätigkeit hat. Es war aber weit und breit keine Alternative in Sicht. „Es sind ganz viele auf mich zugekommen“, schilderte sie. „Mein weiches Herz hat mich gepackt.“ Sie fordert allerdings Unterstützung des Vorstandes und der Mitglieder ein. „Wir müssen bei den Themen hier am Ort am Ball bleiben und als Team arbeiten.“

Tristan Jadzewski hat vor wenigen Wochen eine neue Ortsgruppe der Jungen Union gegründet. Bislang ist nur der fünfköpfige Vorstand dabei, aber es soll Mitgliederwerbung betrieben werden. „Wir müssen junge Leute für Politik begeistern!“

Ursula Michalak machte Werbung für die von ihr geführte Senioren-Union. Acht bis neun Veranstaltungen mit namhaften Referenten gebe es pro Jahr, außerdem unterhaltsame Nachmittage und sogar einen auf ältere Menschen zugeschnittenen Erste-Hilfe-Kursus. Spürbar enttäuscht ist die 66-Jährige, dass sie nicht zur Kulturbeauftragten gewählt wurde, sondern Amtsinhaber Michael Meier den Vorzug bekam. Es können nicht einmal alle in der eigenen Partei für die stets engagierte Kommunalpolitikerin gestimmt haben – wenn denn überhaupt, da auch die SPD Sympathien für sie hegt. „Da wählt man in Bad Segeberg dann lieber einen Kulturbeauftragten aus Groß Rönnau“, sagte Ursula Michalak.

BBS-Angriffe "unter der Gürtellinie"

Apropos Wohnort: Die anhaltende BBS-Kritik an CDU-Kandidatin Davina Gras wurde in der Versammlung verurteilt. „Was mit ihr passiert ist, war unterhalb der Gürtellinie“, zitierte Ursula Michalak den abwesenden Uwe Voss.

Der neue Fraktionsvorsitzende Torben Fritsch kündigte an, sich bei drängenden Themen wie der Hallenbad-Sanierung, der Neugestaltung des Marktplatzes und der Erneuerung der Kurhausstraße kreativ einzubringen. „Auch wenn das Thema ein alter Hut ist: Die Kurhausstraße ist unsere Hauptverkehrsader.“ Ebenso müsse die mit über zwei Millionen Euro veranschlagte Sanierung des Schulhofs an der Schule am Burgfeld in Angriff genommen werden. „So gute und hohe Zuschüsse kriegen wir nie wieder.“

Warme Dankesworte gab es von Stender für die ausgeschiedenen Kommunalpolitiker der CDU: unter andere die frühere Bürgervorsteherin Ingrid Altner, die langjährige Haupt- und Finanzausschussvorsitzende Ursula Michalak sowie die ehemaligen Fraktionsvorsitzenden Thomas Vorbeck und Günter Winter.

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