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Segeberg Platz für 40 Wohnmobile
Lokales Segeberg Platz für 40 Wohnmobile
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20:00 19.04.2015
Von Detlef Dreessen
Hilmar und Gabriela Portugall aus Hamburg schliefen schon in der Nacht vor der Einweihung auf dem neuen Wohnmobilstellplatz in Trappenkamp.
Trappenkamp

„Hier ist nicht das Hinterland, sondern das Zentrum“, sagte Anne Benett-Sturies, Leiterin des Bildungszentrums für Natur, Umwelt und ländliche Räume in Flintbek, als sie mit Bürgermeister Harald Krille den Platz freigab.

 Trappenkamp sei für Camper ein idealer Ausgangspunkt, um zahlreiche Erholungsangebote in der Region anzusteuern, sagte Benett-Sturies. Der Platz liegt nahe der Anschlussstelle zur Autobahn 21. Schnell zu erreichen seien neben dem Erlebniswald Trappenkamp auch der Wildpark Eekholt, die Seen rund um Bornhöved und Attraktionen wie das Fledermauszentrum Noctalis in Bad Segeberg. Auch geführte Exkursionen durch den Segeberger Forst könne sie sich vorstellen.

 Interessiert schauten sich Bad Segeberg zweiter stellvertretender Bürgermeister Jens Lichte und Wahlstedts Bürgermeister Matthias Bonse die Anlagen an. In Wahlstedt sollen Stellplätze neben dem Schwimmbad angelegt werden, berichtete Bonse. So informierte er sich über Stromversorgung, Abwasserversorgung und Beschilderung des Platzes in Trappenkamp. Die Investition lohne sich für eine Gemeinde, sagte Bonse, der selbst begeisterter Wohnmobilcamper ist. Statistisch erwiesen sei, dass Touristen, die mit dem Wohnmobil kommen, pro Tag und Person 50 Euro im Ort lassen, sei es in der Pizzeria, in der Eisdiele oder im Supermarkt. Aus seiner eigenen Erfahrung könne er das bestätigen, sagte Bonse.

 Die 50000 Euro, die Trappenkamp in die insgesamt 40 Stellplätze investierte, plus 16000 Euro Zuschüsse aus EU-Fördertöpfen seien gut angelegtes Geld, meinte Ulrich Graumann, Geschäftsführer der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises. Eine Vernetzung der Stellplätze in Trappenkamp, Wahlstedt und Bad Segeberg hält er für sinnvoll, damit Reisende schnell einen Ausweichplatz finden, wenn ihr Favorit bereits voll ist.

 Nun gilt es, die neue Anlage gut zu bewerben, damit sie auch genutzt wird. Bürgermeister Krille sieht da keine Probleme. Ob der benachbarte Hundewald, der fast direkte Zugang zum Erlebniswald, Restaurant und Duschen im Sportlerheim oder die Lage an Erlebnismeile und Radfernwanderweg Mönchsweg - alles spreche für Trappenkamp. So werde schon über eine Erweiterung der Anlagen nachgedacht. Ein Pluspunkt sei in Trappenkamp auch, dass keine Gebühren erhoben werden, sagte Krille.

 Nur einen guten Schlaf sollten die Nutzer haben, empfahlen Hilmar und Gabriela Portugall, die verkehrsgünstige Lage habe eben auch ihre Schattenseiten. Die beiden Hamburger waren schon am Abend vor der Einweihung angereist. An der Infrastruktur sei aber nichts auszusetzen, lobten sie und starteten zu einem Spaziergang im Wald. dsn