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Segeberg Neustart in Genua
Lokales Segeberg Neustart in Genua
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06:51 27.05.2018
Von Einar Behn
Christina und Joachim Reiffert freuen sich auf ihren neuen Lebensabschnitt in Genua. Bedauerlich finden sie nur, dass sie wohl ihre Geschäft im Maienbeeck schließen müssen. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

„Wir konnten bisher keinen Nachfolger finden“, sagt Joachim Reiffert. Bad Bramstedts Innenstadt verliert damit ein weiteres alt eingesessenes Geschäft.

Christina Reiffert (55) ist Lehrerin in der Grundschule Maienbeeck. Der Beamtenstatus erlaubt es ihr, für ein oder zwei Jahre auszusetzen. Sie bewarb sich im Ausland an deutschsprachigen Schulen. In Süd-Frankreich, Portugal und Italien, „Hauptsache südliche Gefilde“, sagt die Pädagogin. In Genua hat es geklappt. Die „Scuola Germanica“ gab Christina Reiffert eine Zusage. Sie liegt mitten in der historischen Innenstadt. „Nun suchen wir möglichst dicht bei eine schöne Wohnung“, erzählt die Lehrerin.

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Zunächst will Christina Reiffert ein Jahr dort unterrichten. „Wenn es uns gefällt, bleiben wir vielleicht auch zwei“, sagt sie. Danach wollen die beiden zurückkommen. Als Beamtin kann die Lehrerin jederzeit ihre Lehrtätigkeit wieder aufnehmen.

Viel Vespa fahren gehört dazu

Joachim Reiffert freut sich auf den Ruhestand. „Mit 64 komme ich langsam ins Pensionsalter. Da bot es sich an, noch einmal etwas Neues zu wagen.“ Ein paar Aushilfsjobs, vielleicht auch in seinem Beruf, will Joachim Reiffert in Genua annehmen. Ansonsten will er für den Haushalt sorgen und „viel Vespa fahren.“ Das gehöre einfach zu Italien.

„Wir freuen uns auf den Neustart in Italien, gehen aber auch mit einem weinenden Auge“, erzählt die Lehrerin. „Wir hatten in Bad Bramstedt einen langen, guten Lebensabschnitt, für den wir dankbar sind.“ Das Paar war 1988 aus Berlin nach Bad Bramstedt gezogen. Sie hatten in einer Annonce von dem Optik- und Schmuckgeschäft gelesen. Das hatte damals die Familie Sedlmayr betrieben, denen auch das Gebäude gehört. Sie zog es in ihre Heimat Bayern, Reifferts übernahmen das Geschäft.

Ein Optikermeister wird dringend gesucht

Nun mussten sie einen Nachfolger finden, was jedoch bisher nicht gelang. Viel Zeit bleibt dem Paar nicht mehr, im August wollen die beiden umziehen. „Die Kombination aus Brillen und Schmuck ist für viele ein Problem“, sagt Joachim Reiffert. Wer das Geschäft übernehme, müsse Optikermeister sein. Doch die scheuten in der Regel den Schmuckverkauf. „Wir hatten damals auch keine Ahnung von Schmuck, man kann sich aber einarbeiten“, weiß Joachim Reiffert.

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