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Segeberg Kütbach ist neuer Vorsitzender
Lokales Segeberg Kütbach ist neuer Vorsitzender
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10:50 07.06.2019
Von Uwe Straehler-Pohl
Sie haben noch große Aufgaben vor sich:  Vorsitzender Hans-Jürgen Kütbach, Gerhard Dr. Braas, Indre Schmalfeld, Hans Werner Berens, Frauke Greuel, Hans-Joachim Wolfram, Uta Körby, Dieter Fiesinger, Andrew Craston. Quelle: Straehler-Pohl, Uwe
Nützen

Czerwonka kandidierte nach sechs Jahren nicht wieder. Kütbachs Stellvertreter wurde Dr. Gerhard Braas, der bereits als Beisitzer im Vorstand tätig war. Braas’ Vorgänger Hans-Joachim Wolfram trat ebenfalls nicht wieder für den zweiten Vorsitz an, wird aber als Beisitzer weiterhin im Vorstand mitarbeiten.

Noch im März gab es bei der Mitgliederversammlung ein Problem: Es fand sich kein Kandidat für den Posten des Vorsitzenden. Daraufhin wurde der Tagesordnungspunkt verschoben. Die Zeit bis zur Fortsetzung der für vergangenen Mittwoch angesetzten Mitgliederversammlung hatten Uwe Czerwonka und Hans-Joachim Wolfram genutzt, um einen Nachfolger für diesen Posten zu finden.

Als Netzwerker in der Region verankert

Kütbach hatte als Bürgermeister bereits die Mitgliedschaft der Stadt Bad Bramstedt gegenüber dem Verein vertreten. Inzwischen ist er persönliches Mitglied geworden, aus Überzeugung für die Arbeit des Vereins, wie er gegenüber der SZ betonte. „Ich bin noch in der Aktivregion Schleswig-Holstein, im Verein für Kultur- und Jugendarbeit und in den kommunalen Landesverbänden tätig und sehe hier eine Schnittmenge für die Arbeit der Gedenkstätte“, erklärte der für seine guten Netzwerke bekannte Bad Bramstedter. Ähnlich sieht es Uwe Czerwonka: „Ich freue mich, jemanden gefunden zu haben, der so gut in der Region verankert ist.“

Auf Kütbach kommen nun eine Menge Aufgaben zu, die durch den bisherigen Vorstand angeschoben wurden und jetzt in die Tat umgesetzt werden müssen. Dazu gehört unter anderem der Anbau an den Ausstellungsraum. Dafür sollen Fördergelder genutzt werden. Die Landesregierung wird 500 000 Euro an drei Gedenkstätten in Schleswig-Holstein verteilen. Wieviel davon nach Springhirsch geht, sei noch nicht bekannt, so Uwe Czerwonka. Er rechne aber mit 200 000 Euro. 

Geschäftsführung als halbe Stelle

Um die Arbeit des Vereins professionalisieren zu können, wurde von der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteiner Gedenkstätten eine Anschubfinanzierung für die halbe Stelle eines hauptamtlichen Geschäftsführers zugesagt. „Damit können wir diesen bis Dezember 2020 finanzieren“, erklärte Czerwonka. Die Aufgabe des neuen Vorstands wird es nun sein, sicherzustellen, dass die Kosten für diese Stelle über 2020 hinaus fließen werden.

Derzeit ist der Verein lediglich Pächter der Flughafengesellschaft Hamburg. Der alte Vorstand konnte diesen Vertrag für 40 Jahre festschreiben. Kütbachs Ziel ist es, das Gelände dauerhaft nutzen zu können. Darüber hinaus hegt der Verein die Hoffnung, dass es zu einer Regionalkonferenz unter Einbeziehung der Kreise Segeberg und Pinneberg kommt. Die Kreise nutzen die Gedenkstätte im Rahmen schulischer Projekte. Mit Hilfe von Beisitzerin Uta Körby, die gleichzeitig Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein ist, hofft der Verein auf finanzielle Unterstützung der Kreise. Der Kreispräsident Segeberg, Claus Peter Dieck (CDU), sagte dem Verein seine Unterstützung während der Versammlung zu.

KZ-Gedenkstätte hat Bildungsauftrag

Kütbach erklärte bei seiner Vorstellung, dass der Trägerverein nicht der „Verein-gewordene-Zeigefinger“ werden wolle, wohl aber der „Verein-gewordene-Stolperstein“ im übertragenen Sinne. Er betonte die Bedeutung der Einrichtung für die Bildungsarbeit über den Standort hinaus und die Notwendigkeit, neue Medien verstärkt einzusetzen.

Der Historiker Dr. Gerhard Braas sieht den Schwerpunkt seiner Arbeit eher im historisch-wissenschaftlichen Bereich und in der Schülerarbeit. „Wir haben einen Bildungsauftrag“, betonte er.

Neben den Vorsitzenden wirken im Vorstand mit: Indre Schmalfeld (Schriftführung), Hans Werner Berens (Kassenführung), Traute Greuel, Hans-Joachim Wolfram, Uta Körby, Dieter Fiesinger, Andrew Craston, Enno Hasbergen, Jens-Olaf Nuckel und Reinhard Bundschuh (alle Beisitzer).

Ausgerechnet die Schilder, die zu Ruhe und Rücksichtnahme mahnen, klappern am lautesten, wenn ein Ball dagegen fliegt. Weil eine Lärmschutzwand teuer würde und wenig bringt, sollen am Multifunktionsspielfeld im Südstadtpark von Bad Segeberg die Basketballkörbe entfernt werden. Der Anfang vom Ende?

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