Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg O’zapft is: Zünftige Sause
Lokales Segeberg O’zapft is: Zünftige Sause
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
20:00 27.10.2013
Von Uwe Straehler-Pohl
Stimmung wie im Oktoberfestzelt herrschte im Mercure Hotel Köhlerhof.
Anzeige
Bad Bramstedt

Gut 400 Gäste in bester Feierstimmung, vielfach in Lederhose und Dirndl, versprühten bis in die frühen Morgenstunden gute Laune und tanzten fast pausenlos. Erstmals fand die Veranstaltung nicht im Kaisersaal, sondern im Mercure Hotel Köhlerhof statt.

 Das von Günter Pfeiffer und Harm Warnemünde zusammen mit Hoteldirektor Dirk Schörner organisierte Oktoberfest sprach die Bramstedter an: Waren vor zwei Jahren noch rund 150 Gäste gezählt worden, waren diesmal alle 400 Karten ausverkauft. Das Lokal hatten Pfeiffer und Warnemünde als Initiatoren des Festes gewechselt, weil ihnen die Zukunft der norddeutschen Wies’n-Variante im Kaisersaal aufgrund der Gerüchte über Verkauf und Schließung der Gaststätte zu unsicher erschien.

Anzeige

 Der Stimmung indes tat das keinen Abbruch. Großen Anteil daran hatten die „Auentaler Musikanten“, allesamt Musiker des Großenasper Feuerwehrmusikzuges, und DJ Dieter Pankratz. Alles in allem traf die Mischung aus Blasmusik, Schlagern und Disco-Hits offensichtlich den Geschmack der Gäste. Die Tanzfläche war proppenvoll, kleine Wettkämpfe sorgten für Verschnaufpausen. Darüber hinaus unterhielten Christien Krömer und Aggi Ahrens die Festgesellschaft mit Gesang, unter anderem mit dem „Holzmichel“.

 Bayerische Gaumenfreuden durften selbstverständlich nicht fehlen. Köhlerhof-Souschef Mike Nüssemeyer hatte 250 Schweinshaxen, 200 frisch gebackene Brezeln, Unmengen an Würstchen, Leberkäse und Sauerkraut vorbereitet.

 Bei dieser Gelegenheit wurden als Verkaufsstände erstmals die Hütten getestet, die für den bevorstehenden Weihnachtsmarkt von Helfern der Freiwilligen Feuerwehr gebaut worden waren.

 Dichtes Gedränge herrschte bei den kleinen Wettkämpfen. Beim Bierhumpenschieben wurde deutlich: Nicht Kraft alleine zählt, sondern Gefühl. Und so war es nicht verwunderlich, dass gerade Frauen es schafften, einen Bierkrug mit Schwung möglichst dicht an die Zielmarke zu bringen. Auf das schweißtreibende Baumstammsägen wurde in diesem Jahr verzichtet. Stattdessen konnten die Gäste an einer Attrappe um die Wette melken.

 Zur Prämierung des schönsten Dirndls musste Günter Pfeiffer zuerst doch einige Überredungskunst aufwenden, um zehn Damen auf die Tanzfläche zu bekommen. Am Ende waren es allerdings mehr, als er Preise bereitgestellt hatte. Nicht wie im Vorjahr das Publikum, sondern eine aus zwei Männern und zwei Frauen eilends zusammengestellte Jury kürte die schönsten Dirndl und deren Trägerinnen. Verena Hinz auf Platz 1 durfte sich über ein Essen im Köhlerhof freuen, Christina Schulz als Zweite erhielt einen großen Präsentkorb und Christien Krömer eine Flasche Sekt.

 Fest steht nach der erfolgreichen Sause: Auch im nächsten Jahr heißt es wieder „O‘ zapft is“. Das stellte Organisator Günter Pfeiffer klar.