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Segeberg Oberstufen: Jede für sich
Lokales Segeberg Oberstufen: Jede für sich
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06:00 26.11.2013
Von Einar Behn
Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach (von links) und die beiden Schulleiter Wolfram Henkies und Dr. Holger Oertel erläuterten, wie sie sich die Zusammenarbeit der Schulen mit zwei Oberstufen vorstellen.
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Bad Bramstedt

Gibt es die Zustimmung aus Kiel, wäre es ab 2015 möglich, sowohl nach acht, als auch nach neun Jahren an der weiterführenden Schule das Abitur zu bekommen. „Es werden aber formal zwei selbstständige Schulen mit eigenen Oberstufen sein“, betonte Kütbach.

 Darauf legen auch die beiden Schulleiter Dr. Holger Oertel (Jürgen-Fuhlendorf-Schule) und Wolfram Henkies (Gemeinschaftsschule) wert. Beide waren zu der Ausschusssitzung gekommen und erläuterten, wie sie sich die Schullandschaft künftig vorstellen. Überlegungen, dass beide Schulen sich in den Oberstufenprofilen eng abstimmen, um ein möglichst breites Angebot in Bad Bramstedt zu bekommen, erteilten sie ein Absage. „Wir werden unsere eigenen Oberstufenprofile haben und für jeweils unsere eigenen Schüler ein möglichst gutes Angebot unterbreiten“, sagte der Direktor des Gymnasiums, Oertel. Dazu werde bei den Schülern in jedem Jahrgang abgefragt, welche Profile gewünscht seien. Ziel sei es, dass möglichst wenig Schüler nach Neumünster auf die dortigen Gymnasien abwandern.

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 Gemeinsame Stundenpläne, die es erlauben, dass Schüler für verschiedene Fächer zwischen den Schulen hin und her wanderten, streben beide Schulleiter nicht an. Zum G8-Abitur am Gymnasium und zum G9-Abitur an der Gemeinschaftsschule führten unterschiedliche Wege. „Es gibt keine gemeinsamen Schnittmengen wie beispielsweise gemeinsame Lerngruppen“, sagte Oertel. Ein Austausch in der Oberstufe sei deshalb nicht praktikabel. Sein Ziel sei es, dass seine Schüler durch die Einrichtung einer eigenen Oberstufe nicht die Schule wechseln müssten, sagte Gemeinschaftsschulrektor Henkies. Bei seinen Schülern seien im Falle eines Wechsels schon jetzt die Neumünsteraner Schulen deutlich gefragter, als das Bramstedter Gymnasium.

 Oertel befürchtet nicht, durch die kürzere Schulzeit und der damit verbundenen komprimierten Stoffvermittlung unattraktiv zu werden. „G8 wird von unseren Schülern nicht als Turbodurchgang empfunden“, erklärte er auf Nachfrage aus dem Ausschuss. Die Schulwahl werde auch danach getroffen, „ob Schule gut gemacht wird.“ „Welche Profile werden angeboten? Wie ist die Ausrichtung der Schule“ - das seien wichtige Kriterien bei Schülern und Eltern, so Oertel.