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Segeberg Ölfilm sorgte für Aufregung
Lokales Segeberg Ölfilm sorgte für Aufregung
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00:21 22.12.2014
Von Michael Stamp
Die Einsatzkräfte brachten den Ölfilm auf dem Kleinen Segeberger See unter Kontrolle.
Bad Segeberg

Kurz nach 15 Uhr hatte ein Spaziergänger einen bunt schimmernden Schmierfilm auf dem See entdeckt und den Notruf gewählt. Wenige Minuten später war Wehrführer Mark Zielinski vor Ort - und löste angesichts des Schlamassels einen Großalarm aus. Neben 35 Feuerwehrkameraden rückten auch zwölf Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks an. Außerdem wurden das städtische Ordnungsamt, ein Mitarbeiter des Zweckverbandes Mittelzentrum, die Wasserwirtschaftsbehörde des Kreises Segeberg und die Polizei hinzugezogen.

 Der Umweltschaden war an einer Stelle des Sees entstanden, an der sich ein Einlauf der Oberflächenentwässerung der Oldesloer Straße befindet. Dort gibt es eine fest installierte Ölsperre, aber nach den langanhaltenden Regenfällen war die Barriere aufgrund des ungewöhnlich hohen Wasserstandes überflutet. „Es handelt sich um Heizöl oder Diesel“, sagte Zielinski in einer ersten Stellungnahme. Denkbar ist, dass der Kraftstoff vom Kaufland-Parkplatz oder irgendwo anders entlang in den See gelaufen ist.

 Da der Kleine und der Große Segeberger See unterirdisch miteinander verbunden sind, fürchtete die Feuerwehr eine weitere Ausbreitung des Schmierfilms und richtete daraufhin Einsatzstellen an beiden Seen, am Winklersgang und bei Kaufland eion. Das sorgte für jede Menge Aufmerksamkeit.

 Zunächst hatte die Feuerwehr eine provisorische Ölsperre gelegt, bevor die THW-Ölwehrgruppe mit umfangreicher Ausrüstung weitermachte. Unter anderem kamen schwimmende Würfel zum Einsatz, die kein Wasser aufnehmen, aber das Achtfache ihrer Größe an Öl.

 Von der Überlegung, die auf dem See schwimmenden Stockenten durch einen Jäger abschießen zu lassen, nahm Zielinski wieder Abstand. Die Vögel hatten sich von der Schmiere ferngehalten.