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Segeberg Postbote „Kloppi“ geht nach 51 Jahren
Lokales Segeberg Postbote „Kloppi“ geht nach 51 Jahren
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10:28 02.11.2019
Von Nicole Scholmann
Uwe Klopp hatte am Sonnabend nach 51 Jahren und vier Monaten seinen letzten Arbeitstag als Postbote. Seine Kollegen überraschten den 65-Jährigen am Zustellstützpunkt in Nahe. Quelle: Nicole Scholmann
Nahe/Oering

Bei manchem Kollegen flossen doch ein paar Tränen, als Uwe Klopp aus Vinzier, der von Kunden und Kollegen „Kloppi“ genannt wird, zum letzten Mal im Zustellstützpunkt Nahe seinen Dienst antrat. Am Sonnabend hatte der 65-Jährige seinen letzten Arbeitstag. Ganze Generationen kennen in Oering nur Klopp als Postbüddel, immerhin hat er seit über vier Jahrzehnten dafür gesorgt, dass die Haushalte Briefe und Pakete erhielten. 

Anerkennung von Oerings Bürgermeister Nagel

„Im Namen der Gemeinde Oering wünsche ich Dir alles Gute und Gesundheit“, sagte Oerings Bürgermeister Bodo Nagel und überreichte Klopp einen Präsentkorb. „Du bist eine Institution“, erklärte Nagel. „Und du wirst uns fehlen.“

Jeden Tag 20 Kilometer gegangen

Uwe Klopp selbst gab sich bescheiden. Er freue sich, dass er so lange arbeiten konnte. Nun sei aber genug, erklärte er schmunzelnd. Tag für Tag um die 20 Kilometer hatte der Beamte zu Fuß hinter sich gebracht und war in Zeiten von vermehrten Paketzustellungen und Werbepost jedes Haus in Oering angelaufen. Dokumentiert hat er das auf seinem Handy per Schrittzähler.

Vor 51 Jahren mit dem Rad unterwegs

Vor über fünf Jahrzehnten war „Kloppi“ bei der Post angefangen, damals noch mit dem Fahrrad. Im Laufe der Zeit war er vielleicht drei Mal von einem Hund gebissen worden. Er habe stets ein gutes Verhältnis zu den Vierbeinern bevorzugt.

„Es gab damals im Monat so viele Pakete wie heute an einem Tag“, erinnerte er sich. Das Arbeitsleben habe sich inzwischen stark verändert. Seine Mitstreiter im Zustellstützpunkt schätzen Klopp als zuverlässigen und guten Kollegen ein, der so gut wie nie krank gewesen war und seinen Job ernst nahm. 

Kaffeetrinken im Cafe Mitte

In seiner nun freien Zeit will Uwe Klopp erstmal pausieren und sich im kommenden Jahr ehrenamtlich engagieren. Der Fußball-Fan versprach, sich regelmäßig im Cafe Mitte in Oering sehen zu lassen. 

Oering wird nach Klopps Ausscheiden voraussichtlich keinen festen Postzusteller mehr bekommen. 

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