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Segeberg Oldtimer unterwegs durch Kreis Segeberg
Lokales Segeberg Oldtimer unterwegs durch Kreis Segeberg
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17:42 01.07.2019
Von Klaus J. Harm
Zur 39. Oldtimerausfahrt hatte der AMSC im ADAC Segeberg eingeladen. Hier kommen Jens und Manuela Dreeßen mit ihrem Mercedes 190 SL Cabrio durch die Fußgängerzone angefahren. Quelle: Klaus J. Harm
Bad Segeberg

Während die einen auf der von Fahrtleiter Arno Wichmann ausgearbeiteten Strecke von rund 120 Kilometern rund um Bad Segeberg eine „Historische Fahrt“ unternahmen, unterzogen sich die anderen auf einer „Sportlichen Fahrt“ den Zwischenprüfungen. „Dabei geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Gleichmäßigkeit“, erläuterte Harald Domke, der mit einem Lloyd Alexander aus dem Baujahr 1959 angetreten war. „Wir mussten zum Beispiel eine Strecke genau mit 36 Stundenkilometern durchfahren.“ Auf die Frage nach der Hitze im Auto zeigte er verschmitzt auf die „Klimaanlage“ seines Oldtimers: „Die vorderen Dreieckfenster lassen sich so drehen, dass der Fahrtwind Fahrer und Beifahrer kühlt.“

Autos müssen mindestens 30 Jahre alt sein

Teilnehmen durften alle, die ein mindestens 30 Jahre altes Kraftfahrzeug besitzen. Treffpunkt war morgens um 9 Uhr beim Autohaus Senger, wo auf die Teilnehmer ein Frühstück wartete. Fast 70 Helfer waren im Einsatz – von den Caterern über die Streckenposten und Zeitnehmer bis hin zu den vielen Ordnern, die sich um 85 gemeldete Zweierteams kümmerten. 

"Tin Lizzy" in dänischer Scheune gefunden

Da der Motorsportclub natürlich nicht so viele Helfer aus den eigenen Reihen rekrutieren kann, unterstützten wieder die Nachbarclubs wie MSC Eilsdorf, MSC Bornhöved, MSC Holstein und der MuSC Sülfeld die Bad Segeberger Kollegen. Schon eine echte Institution sind die beiden Sprecher Wolfgang Büttner aus Bad Segeberg und Hugo Schoer aus Eilsdorf, die an Start und Ziel die Oldtimer und ihre Fahrer den zahlreichen Zuschauern vorstellten. Da waren zum Beispiel Oluf Lange und Beifahrer Niels Steen aus Wyk auf Föhr mit dem 1912 gebauten FordTin Lizzy“. Die Lizzy ist noch im Originalzustand, weil sie seit 1919 stillgelegt war, als Oluf Lange sie vor ein paar Jahren in einem Schuppen bei Frederizia in Dänemark entdeckte. Rahmen, Lack und Leder der Sitze waren bestens; nur der Reihenvierzylinder mit 2,9 Liter Hubraum und 20 PS lief nicht.

Petroleumleuchten bekamen den TÜV-Segen

So nahm Lange die Maschine mehrfach auseinander, schliff die Ventilsitze neu ein und kürzte die Ventilstößel vorsichtig mit der Feile, denn verstellbare Ventile gab es damals noch nicht. Heute aber springt der Motor beim ersten Dreh der Kurbel sofort an und blubbert bei 600 bis 1800 Umdrehungen zufrieden vor sich hin. Vier Frontscheinwerfer hat der Oldie – zwei davon ehemals Karbidlampen, die 1919 durch fest eingelötete Glühlampen ersetzt wurden, und zwei Petroleumleuchten, die sogar den Segen des TÜV bekamen. 

Museumsleiter im VW-Käfer

Ein Augenschmaus war auch der Messerschmitt Kabinenroller von Dieter Sienknecht und der Mercedes 190 SL von Jens und Manuela Dreeßen. Bad Segebergs Museumsleiter Nils Hinrichsen aus dem Alt-Segeberger Bürgerhaus erschien mit seinem VW-Käfer aus dem Jahr 1960. Solch ein Fahrzeug hatten viele Zuschauer in ihrer Jugendzeit selbst gefahren.

Pausen in Bühnsdorf und Leezen

Doch ganz am Stück mussten die Teams die Strecke nicht absolvieren. In Bühnsdorf gab es, von Bürgermeisterin Marlis Pielburg organisiert, einen 15-minütigen Erholungsstopp am Feuerwehrhaus; und um 12 Uhr war eine Mittagspause in Leezen eingeplant. Man ließ sich Zeit, bei über 30 Grad Celsius die Feldwege und Landstraßen zu durchfahren. Daher erschien der erste Fahrer mit einer halben Stunde Verspätung am Ziel auf dem Bad Segeberger Marktplatz. Doch nach und nach trudelten sie alle ein und stellten ihre Oldtimer zu einer beeindruckenden Schau der Kraftfahrzeugtechnik aus dem vorigen Jahrhundert zusammen. 

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