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Segeberg Neue Pfeifen für die Kirchenorgel
Lokales Segeberg Neue Pfeifen für die Kirchenorgel
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17:24 10.02.2019
Von Einar Behn
56 neue Pfeifen hat die Orgel in der Maria-Magdalenen-Kirche bekommen. Volker Malessa vom Förderverein Kirchenmusik bedankte sich im Beisein von Organist Ulf Lauenroth und Orgelbauer Kurt Quathamer bei Sparkassen-Filialchef Stefan Diephaus für eine 1000-Euro-Spende. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

10.000 Euro kosten die 56 neuen Orgelpfeifen – ein stolze Summe für den Laien. Nicht aber für Kurt Quathamer. Der Orgelbauer aus Bordesholm sagt: „Die Pfeifen sind für die Ewigkeit“ und da ist was dran. Die Kirchenorgel in Bad Bramstedt wurde 1845 gebaut, sie ist damit über 170 Jahre alt und verbreitet noch immer ihren Wohlklang im Gotteshaus.

Natürlich fielen im Laufe der Jahre auch mal Arbeiten an der „Königin der Instrumente“ an. 1845 hatte die damals neue Orgel nur drei Register, 1936 wurde sie vom Orgelbau-Unternehmen Furtwängler umgebaut und erweitert, 1974 wurde sie modernisiert und 2010 gründlich gereinigt. Diese Arbeit vor neun Jahren hatte auch schon Quathamer übernommen, der nun wieder in der Kirche tätig ist. Damals hatte er nicht nur die 1832 Pfeifen von allerlei Unrat befreit, sondern auch eine computergesteuerte Setzanlage installiert. Vorher ermöglichte die Orgel zwei Registerkombinationen, seitdem hat Kirchenmusiker Ulf Lauenroth 4000 zur Verfügung.

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Die alten Pfeifen stamme aus den 1930er Jahren

Die 56 neuen Orgelpfeifen bildeten ein „charakteristisches Register“ und seien deshalb besonders wichtig, so Lauenroth. Die alten stammen aus den 1930er Jahren. „Sie sind aus schlechtem Material und klangen auch nicht mehr gut.“ Die neuen seien dagegen von ganz anderer Qualität. 

Tonhöhe und Klangfarbe erfordern Feinarbeit

Nach dem Einbau muss Quathamer die Pfeifen noch stimmen und die gewünschte Klangfarbe einstellen. Die Tonhöhe wird über einen kleinen Schieber an der Seite der Pfeife reguliert. Die Klangfarbe durch ein einstellbares Metallplättchen, das durch den Luftzug in Schwingungen versetzt wird, ähnlich wie bei einer Mundharmonika. Die Klangfarbe soll bei allen 56 Pfeifen gleich sein. Der Orgelbauer turnt zum Einstellen zwischen den Orgelpfeifen herum, während ein über der Tastatur angebrachtes Gerät die jeweils zur Pfeife gehörende Taste drückt. So spart sich der Orgelspezialist einen Helfer. 

Gar nicht so einfach war es für Lauenroth und den Förderverein Kirchenmusik, die 10.000 Euro zusammenzubringen. Mit Spenden unter anderem von der Sparkasse Südholstein, Pfeifenpatenschaften und Eigenmitteln des Fördervereins gelang dies aber.

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