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Segeberg Papa muss ein Jahr lang auf die Knie
Lokales Segeberg Papa muss ein Jahr lang auf die Knie
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22:54 23.06.2019
Von Matthias Ralf
Lina Marie Trupp (11, von links) und Felix Rungenhagen bilden das neue Königspaar. Königsschützin wurde Lea Suck (8), als Königsschütze war Mika Bennet Meier (10) erfolgreich. Die tiefstehende Sonne piesackte die vier Gewinner ein wenig. Quelle: Michael Stamp
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Bad Segeberg

Um 19.32 Uhr fiel nach dem Zerlegen des Holzvogels mittels Armbrust der entscheidende Schuss auf die vierblätterige Königsscheibe. Als Königsschütze konnte sich Mika Bennet Meier (10) feiern lassen. Er besucht die 3. Klasse der Theodor-Storm-Schule.Beim Pickvogelspiel der Mädchen wiederum hatte die gerade einmal achtjährige Lea Suck ein besonders geschicktes Händchen bewiesen. Die Zweitklässlerin von der Heinrich-Rantzau-Schule wurde zur neuen Königsschützin. Normalerweise räumen diesen Titel deutlich ältere Mädchen ab. 

Mit Musik zur Dahlmannschule gezogen

Nachdem das glückliche Quartett auf der Rennkoppel in die traditionellen Roben geschlüpft war, ging es mit Spielmannszug-Musik und Fackeln zunächst hinab zur Promenade am Großen Segeberger See und von dort per Kutsche zur Dahlmannschule. Dort wurden die Majestäten am späten Abend feierlich proklamiert. 

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Festumzug litt ein wenig unter Teilnehmerschwund

Am Sonntagmorgen war Felix auf einem Piratenschiff durch die Lübecker Straße gesegelt, süße Fledermäuse durch die Fußgängerzone geschwebt und hatten Prinzessinnen huldvoll der Bevölkerung ihren Gruß erboten. Die Lütten hatten Bad Segeberg wieder fest im Griff. Bei Kaiserwetter ging es auf die Reise durch die Kalkbergstadt. Bei den anschließenden Kinderspielen auf dem Landesturnierplatz ging es nicht nur wegen der sommerlichen Temperaturen heiß her. Das Kindervogelschießen in Bad Segeberg hat nichts von seinem Reiz verloren, obwohl zumindest beim Umzug spürbar weniger Menschen auf den Beinen waren als vor einigen Jahren. Der Kindervogelschießenverein hat sich vorgenommen, neu zugezogene Familien künftig intensiver über das Fest zu informieren; auf den Wagen durften erstmals auch auswärtige Kinder mitfahren.

Deutschlandweit das größte Fest dieser Art

„So bunt, so schön und so sonnig“, sagte Vereinsvorsitzender Dirk Reher darüber, dass sich das deutschlandweit größte Fest dieser Art erneut auf derart passende Weise präsentierte. „Die Wagen sehen toll aus“, sagte Madita Tetzlaff begeistert. Die Zwölfjährige aus Bad Segeberg sah sich mit Klassenkameradin Diana Kohi (12) den Umzug in der Fußgängerzone an und sammelte Süßigkeiten. 

Zuschauer bestaunten die bunten Wagen

Vor allem für die Kinder war das Fest erneut ein Spektakel der Extraklasse. Die Reise der bunt geschmückten Wagen ging von der Burgfeldstraße durch die Altstadt und Fußgängerzone. Später wurde in der Moltkestraße und Keltingsstraße pausiert. Dort gab es für alle Teilnehmer des Umzuges ein Frühstück, das die Anwohner bereitstellten. Über die Kurhausstraße zog der Tross weiter zurück in die Innenstadt. Hunderte Zuschauer sahen sich die geschminkten und kostümierten Hauptdarsteller des großen Kinderfestes an. 

Feuerwehrleute sorgten für Abkühlung

Das traumhafte Wetter sorgte für glückliche Gesichter. Für die passende Abkühlung waren die kleinen Feuerwehrleute zuständig. Mit Wasserpistolen bewaffnet, verteilten die Uniformierten eine kalte Dusche nach der anderen. Die Bad Segeberger Jan Viebranz und Joris Staschewski rollten gemütlich auf ihren Go-Karts mit. „Wir sind schon seit Jahren dabei“, erzählte Jan stolz. Mehrere Spielmannszüge sorgten für die passende musikalische Untermalung. Eltern und Großeltern konnten ihre Freude über die süßen Kostüme kaum verbergen. 

Tausend Kinder bei Spielen auf der Rennkoppel

Die rundum gelungene Veranstaltung ging am Nachmittag auf dem Landesturnierplatz mit den Spielen weiter. Dort beteiligten sich laut Dirk Reher rund tausend Kinder. „Es sind damit ungefähr so viele wie in den Vorjahren.“ Auf der Rennkoppel war das „Entenrutschen“ des Technischen Hilfswerks ein erfrischendes Highlight. Das THW hatte eine überdimensionale Rutsche für Quietscheentchen aufgebaut. Die zwölfjährigen Mädchen mussten die gelben Gummitiere mit Keschern auffangen. Für jedes gefangene Entchen gab es Punkte. „Das hat Spaß gemacht“, sagte Collien Lena Fett

Kraft, Kondition und Geschicklichkeit waren gefragt

Bei den Jungs standen vor allem die Wettbewerbe mit Wasserspritzen und BMX-Rad hoch im Kurs. Beim Baggerspiel durften die Jungen einen echten Kleinbagger lenken. „Super!“, befanden die meisten der Zehnjährigen. Kraft, Kondition und Geschicklichkeit waren an den meisten Stationen gefragt. Manchmal gehörte auch eine große Portion Glück dazu. Beim Vogelpicken und an der Armbrust ging es für die Jungs und Mädels um Genauigkeit. Die Jüngsten kamen bei dem großen Kinderfest auch nicht zu kurz. Ringstechen, Würstchen-Angeln und ein buntes Rahmenprogramm ließen keine Wünsche offen.

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