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Segeberg Partnerschaft auf dem Prüfstand
Lokales Segeberg Partnerschaft auf dem Prüfstand
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17:19 24.04.2019
Von Sylvana Lublow
Polnisches Kulturfest im Juni 2017: Dem ehemaligen Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach (rechts) war die Partnerschaft mit Drawsko wichtig. 
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Bad Bramstedt

Arnold Helmke (SPD) hatte das Thema auf der Sitzung angesprochen. Der stellvertretende Bürgermeister wollte von Verena Jeske wissen, ob es schon Kontakt gebe zwischen ihr und dem ebenfalls neu gewählten Bürgermeister von Drawsko, dem Sozialdemokraten Krzystof Czerwinski. Jeske verneinte: „Der Bürgermeister hat von sich aus noch keinen Kontakt zu uns aufgenommen, also müssen wir auf ihn zugehen.“ Jeske habe aber schon ein Gespräch mit Agata Schuster geführt, in dem beschlossen wurde, Ende Juni mit einer kleinen Delegation nach Drawsko zu fahren. Schuster ist seit vielen Jahren als ehrenamtliche Beauftragte für die Städtepartnerschaft mit Drawsko Pomorskie für Bad Bramstedt tätig und erhielt dafür im Januar den Ehrenteller der Stadt.

Im Juni vorfühlen, ob es noch etwas bringt

„Die Delegation soll klein sein, weil ich erst einmal vorfühlen möchte“, sagte Jeske den Ausschussmitgliedern. Für sie sei es wichtig, zunächst zu prüfen, ob die Partnerschaft mit Drawsko überhaupt noch etwas bringe, man davon noch partizipieren könne. „Wenn wir diese Partnerschaft aufrecht erhalten wollen, müssen wir auch mehr tun, als nur hin- und her besuchen. Ich möchte damit auch etwas erreichen für unsere Stadt“, betonte die Bürgermeisterin, die auch gleich vorschlug, vielleicht lieber innerhalb von Deutschland auf Partnerstadt-Suche zu gehen, nach einer Stadt „die uns ähnlich ist, von der wir auch etwas haben. Das ist meine Meinung dazu.“

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Kultureller Austausch mit Polen wichtig

Manfred Spieß (SPD) war davon nicht begeistert: „Ein wirtschaftlicher Nutzen ist nicht wichtig, hier geht es um den kulturellen Austausch.“ Die Intensität der Partnerschaft könne vielleicht optimiert werden, aber dass nichts dabei herauskommt, könne er nicht unterschreiben. „Wir sollten die Partnerschaft weiter pflegen wie bisher.“ CDU-Stadtverordneter Stefan Brumm stimmte zu: „Der Nutzen-Aspekt sollte nicht im Vordergrund stehen.“

Jeske ruderte nach diesen Beiträgen zurück: „Ich meine nicht nur den Nutzen. Aber wenn wir uns dafür entscheiden, dann müssen wir die Partnerschaft auch intensiv pflegen und sie attraktiver gestalten.“ Arnold Helmke merkte an, dass die Partnerschaft zwischen den Schulen doch bisher gut gelaufen sei und es 2017 sogar ein großes zweitägiges polnisches Kulturfest in Bad Bramstedt gab, dass von Drawsko aus organisiert wurde. Im Herbst will der Hauptausschuss das Thema auf die Tagesordnung setzen und ausführlich besprechen. 

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