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Segeberg Per Eisenbahn auf Kreuzfahrt
Lokales Segeberg Per Eisenbahn auf Kreuzfahrt
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17:40 15.04.2009
Bad Bramstedt

Die Fahrt nach Hamburg ist Teil eines touristischen Angebots, das per Bahn ab Bad Bramstedt die schönsten Ecken Schleswig-Holsteins erschließen soll. Ludwig Reese, der vor zwei Jahren die Eisenbahnkreuzfahrt zusammen mit dem Tourismusbüro konzipierte, ist zugleich der Reiseleiter. Bevor es jedoch mit dem AKN-Triebwagen losgeht, wird im Hotel Gutsmann opulent gefrühstückt, „wie bei der richtigen Eisenbahnkreuzfahrt“, meint Reese, „denn eine gute Unterlage ist Voraussetzung“. „Gut zu Fuß sollten Eisenbahnkreuzfahrer' auch sein“, ergänzt Tourismusfachfrau Wöbcke.

Wie im Fluge vergeht die einstündige Fahrt zum Umsteigebahnhof Eidelstedt, die Reese mit vielen Hintergrundinformationen über die 125 Jahre alte Privatbahn und ihre Stationen anreichert. Dabei hätte Bramstedt - die Bezeichnung „Bad“ kam erst im Jahre 1910 hinzu - bereits 1844 Teil der Eisenbahn zwischen Altona und Kiel sein können. Doch einstimmig beschloss die damalige Ratsversammlung, dass die Dampfeisenbahn für den Ort schädlich sei, was schließlich zum wirtschaftlichen Abschwung Bramstedts führte.

Nach einem Umstieg in Eidelstedt und der Weiterfahrt mit der S-Bahn nach Altona folgt ein interessanter Fußmarsch vom Altonaer Kopfbahnhof über die Museumsstraße, vorbei am imposanten neoklassizistischen Gebäude des Bezirksrathauses, dem früheren Bahnhof Altonas (wer weiß das schon?) und dem Altonaer Theater bis zum „Altonaer Balkon“. „Der Blick von diesem Aussichtspunkt über die Elbe und den Hafen ist fantastisch“, schwärmt ein Miteisender, „wäre ich als Autofahrer nicht draufgekommen“. Dann über die berühmte im Dreißigjährigen Krieg als Spielstraße erbaute Palmaille zu der S-Bahn Station Königsstraße mit Weiterfahrt nach Blankenese. Dass die Blankeneser „Bergziege“ kein Alpentier ist, sondern ein Kleinbus der Linie 286, der die Steigungen und engen Gassen des Hamburger Nobelstadtteils überwinden soll, gehört nicht zum Allgemeinwissen eines Eisenbahnkreuzfahrers.

Vom Fähranleger Teufelsbrück mit Umstieg in Finkenwerder schließt sich eine rund dreiviertelstündige Elbefahrt an, die an den berühmten St. Pauli-Landunsgbrücken endet. Mit Fischbrötchen und Cola gestärkt, führt Reese die Reisegruppe in den alten Hamburger Elbtunnel, „Vorsicht an der zur Elbe gewandten Aufzugsseite“, warnt der Reiseleiter, „hier schwappt schon mal Wasser hinein“. Die Gruppe glaubt es und tritt einen Schritt zurück

Kurze Besuche des Miniaturwunderlands in der Hamburger Speicherstadt und des Zollmuseums folgen, „und wenn die Reisegruppe es wünscht, ist auch das Automuseum in der Hafencity durchaus sehenswert“, verspricht Reese, der je nach Wetterlage interessante Außen- oder Innenansichten Hamburgs in petto hat.

Per U-Bahn zum Jungfernstieg und Kaffee mit Alsterblick bilden den Abschluss in der Elbmetropole. Damit die „Dreiecksfahrt“ stimmt, geht's zurück über die U1 und die AKN-Strecke Alsternordbahn A2, die in Ulzburg-Süd wieder per Umstieg in die AKN-Stammstrecke A1 nach Bad Bramstedt einfädelt. Mit vielen Eindrücken endet der Ausflug um 17 Uhr am Bahnhof Bad Bramstedt Kurhaus.

Das Tourismusbüro bietet die Eisenbahnkreuzfahrt für mindestens sechs, höchstens jedoch 15 Teilnehmer in den Varianten sechs Tage (688 Euro) oder neun Tage (988 Euro) an, einschließlich Übernachtungen im Viersterne-Hotel Gutsmann. „Es gibt aber auch individuell ausgearbeitete Touren für Heimschläfer oder Wohnmobilisten“, erläutert Wöbcke. Zum Saisonende steht als krönender Abschluss eine begleitete Eisenbahnkreuzfahrt zum Polarkreis auf dem Programm. Mit Zug und Schiff geht es über Oslo, Lillehammer und Trondheim hoch hinauf bis nach Bodö kurz hinter dem Polarkreis. Ein Abstecher über die Hardangervidda nach Bergen steht ebenso im Reiseplan wie eine Fahrt mit der weltweit bekannten Flåm-Bahn hinunter zum Sognefjord. Der Rückweg führt via Göteborg und Kopenhagen zurück nach Bad Bramstedt.

Die weiteren Infos zur Eisenbahnkreuzfahrt finden sich unter www.eisenbahnkreuzfahrt.de. Das Team des Tourismusbüros Bad Bramstedt steht außerdem für Detailinformationen unter Telefon 04192/50627 zur Verfügung.

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