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Segeberg Personalkosten der Stadt steigen
Lokales Segeberg Personalkosten der Stadt steigen
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20:30 19.12.2013
Von Klaus-Ulrich Tödter
Quelle: dpa
Kaltenkirchen

Seit dem Amtsantritt von Bürgermeister Hanno Krause (CDU) sind die Personalkosten der Stadt damit um fast 1 Million Euro gestiegen. „Als ich die Verwaltung übernommen habe, bewegte sich der Personalschlüssel an der Untergrenze“, sagte der Bürgermeister. Vieles sei zuvor leider liegengeblieben. Gerade im letzten Jahr wurden viele Projekte angeschoben, die die Arbeitskraft des Rathausmitarbeiter stark gefordert hätten. Krause erinnerte an die geplante Dodenhof-Erweiterung, die Bebauung am Bahnhof, die Globus-Umsiedlung, die Pläne für den Flottmoorpark und den Feuerwachen-Neubau, die Parkpalettensanierung oder die Pläne für das Seequartier am Flottkamp. Dazu gehörten zudem die Einführung der neue Buchführung „Doppik“, die die Finanzlage einer Kommune viel besser wiedergebe, und die Neustrukturierung der Wirtschaftsförderung.

 Dazu kommt, dass die Stadt mit Überschreiten der 20000-Einwohner-Grenze rechtlich verpflichtet war, ein Rechnungsprüfungsamt einzurichten. Auch der Ausbau des Sachgebietes für Verkehrsangelegenheiten gehörte zu den personellen Mehrausgaben, erläuterte Krause.

 Nicht ganz drei Planstellen werden in Kaltenkirchen im kommenden Jahr zusätzlich geschaffen. „Gemessen an der Einwohnerzahl ist unsere Planstellenausstattung im Vergleich mit vergleichbaren Kommunen am unteren Ende“, sagte der Bürgermeister: „Wenn keine neuen Aufgaben hinzukommen, sind wir für die nächsten Jahre damit gut aufgestellt, aber am Limit.“ Kaltenkirchen mit seinen rund 20000 Einwohnern habe 5,27 Planstellen pro 1000 Einwohner, die etwa gleich große Stadt Quickborn 10,13, Henstedt-Ulzburg 10,01, Bad Segeberg 13,21 und Bad Bramstedt 7.

 Kaltenkirchen hat zur Zeit 105 Planstellen, von denen knapp 66 auf die Verwaltung im Rathaus entfallen. Neu hinzukommen sollen im kommenden Jahr Stellen für einen Landschaftsplaner und für Mitarbeiter in Hauptabteilung, Finanzverwaltung, Liegenschaften und Ausländerbehörde.

 Da Bauamtsleiter Hans-Joachim Scheer 2014 in Pension geht, braucht die Stadt einen Nachfolger. Eine erste Ausschreibungsrunde ist bereits gelaufen, doch von den vier Bewerbern - zwei zogen im Verfahren zurück - konnte niemand das Auswahlgremium überzeugen. Nun soll nach Krauses Worten im nächsten Jahr ein neuer Anlauf unternommen werden, um dieses wichtige Amt zu besetzen.

 In der Diskussion während der Stadtvertretersitzung wies der Bürgermeister darauf hin, dass alleine die voraussichtlichen Tarifsteigerungen im kommenden Jahr mit über 100000 Euro zu Buche schlagen würden. In der Rechnung zu berücksichtigen seien auch Personalkostenzuschüsse an die Stadt, wie zum Beispiel durch den Kreis Segeberg, die 2014 vermutlich bei fast 150000 Euro liegen werden.

 CDU-Fraktionschef Kurt Barkowsky sagte, dass die Stadtverwaltung ein guter Dienstleister sei und einen guten Service biete. Dem pflichtete auch SPD-Fraktionssprecher Bernd Schädler bei: „Die Bürger haben ein Recht auf eine vernünftige Verwaltung, und dafür muss man aber auch genug Personal haben.“