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Segeberg Wieder Probleme mit Bahnhofsbau
Lokales Segeberg Wieder Probleme mit Bahnhofsbau
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15:24 22.01.2019
Von Einar Behn
Auf diesen Entwurf hatten sich Politik und Bauherr bereits 2017 verständigt. Nun gibt es erneut Probleme. Quelle: Berit Offen
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Bad Bramstedt

Auf dem Grundstück neben dem Bahnhof befinden sich zurzeit nur Garagen. Der Wiemersdorfer Rainer Offen hatte das Grundstück vor vielen Jahren gekauft, um darauf ein Mehrfamilienhaus mit seniorengerechten Wohnungen zu bauen. Das Problem daran: Der Bebauungsplan 32b muss geändert werden. Er sieht für das Grundstück Bahnanlagen aber kein Wohnhaus vor.

Doch offensichtlich war Planern und Kommunalpolitikerin im Änderungsverfahren ein Fehler unterlaufen. Nach der B-Plan-Änderung darf das Dachgeschoss des Wohnhauses nur zu Dreiviertel so groß sein wie das darunter liegenden Vollgeschoss. Die Kommunalpolitiker hatten aber 2017 ein Gebäude abgesegnet, dass untern Satteldach ein Vollgeschoss hat, ohne es zu merken. Darauf machte Stadtplaner Martin Stepany von der AC Planergruppe Itzehoe nun den Planungsausschuss aufmerksam. 

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Die Kommunalpolitiker wurden skeptisch, weil sie kein zu wuchtiges Gebäude dort zulassen wollen. Sie verlangen Einsicht in die Bauunterlagen von Offen. Die lagen dem Ausschuss jedoch nicht vor und sollen nun in der nächsten Sitzung im Februar oder März ausgewertet werden. Stepany hatte dagegen empfohlen, Dachneigungen und Wandhöhen in dem B-Plan festzuschreiben, sodass es nicht möglich ist, ein komplett anderes Haus zu bauen. Doch darauf ließ sich der Ausschuss nicht ein, auch wenn es nun zu einer weiteren Verzögerung mit offenem Ausgang kommt.

Der Bauherr kann den Wirbel um seinen Plan nicht verstehen. „Vier Jahre haben wir gebraucht, um uns auf dieses Haus zu verständigen. Sie haben doch alle diesen Entwurf für gut befunden“, so Offen. Der Unterschied zwischen einem Vollgeschoss und einem Dreiviertelgeschoss betrage rund 100 Quadratmeter und damit zwei kleinere Wohnungen. Insgesamt sind elf Wohnungen in dem Gebäude vorgesehen, im Parterre auch Läden.

Auf die 100 Quadratmeter Wohnfläche unter Dach will Offen nicht verzichten, weil der Bau für ihn sonst unwirtschaftlich wird. Mindestens 1000 Euro Miete würden ihm monatlich verloren gehen. 

Klaus-Ulrich Tödter 22.01.2019
Gerrit Sponholz 22.01.2019
Gudrun Ehlers 21.01.2019