Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg Polizei räumt Jugendzentrum HaK
Lokales Segeberg Polizei räumt Jugendzentrum HaK
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:00 01.11.2012
Von Michael Stamp
Das Jugendzentrum HaK wurde geräumt. Quelle: sz
Bad Segeberg

Um 6.30 Uhr am Donnerstag waren die ersten Arbeiter am HaK aufgetaucht, um die Abrisszone an der Lübecker Straße mit Baken abzusichern. Um Punkt Mitternacht war das Gebäude nach jahrelangem Streit, der auch vor Gericht ausgefochten worden war, wieder in den Besitz der Stadt übergegangen. Eigentlich sollte das HaK schon Anfang 2011 weichen, aber dessen Trägerverein verweigerte den Auszug.

 Gegen 8.30 Uhr stellte der Bauhof den Bauzaun auf. Wenig später fiel laut dem städtischen Tiefbauexperten Lars Köberich auf, dass sich mehrere Menschen im Haus verschanzten. Eine Stahltür im 1. Stock war verbarrikadiert. Der Versuch des Bauhofs, mit einer Leiter ins Gebäude zu gelangen, scheiterte.

 Dann rückte die Polizei an. Etwa 15 Beamte unter Einsatzleitung von Polizeihauptmissar Andreas Wilkerling bereiteten sich auf die Räumung vor. Schnell musste Wilkerling aber einsehen, dass die Stahltür nicht zu knacken war. „Mit Hilfe eines Teams der Gerüstbaufirma May wurde ein Loch ins Dach gemacht – und über ein Gerüst drangen die Beamten ins Gebäudeinnere vor. Zunächst verhielten sich die sechs jungen Männer, die sich dort aufhielten, friedlich. Erst, als sie das HaK verlassen sollten, leisteten sie Widerstand und mussten von der Polizei nach draußen geschafft werden. Einige wurden mit Handschellen gefesselt.

 Wenn der Abriss planmäßig voran kommt, ist das Gebäude laut Köberich bis zum Ende der kommenden Woche weg. Auf dem Areal sollen Parkplätze für das Fledermauszentrum Noctalis angelegt werden.

 Ein gutes Dutzend HaK-Aktivisten zog am Donnerstag Mittag in einer spontanen Demonstration durch Bad Segeberg.