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Segeberg Handy-Fahrer bereiten immer mehr Sorgen
Lokales Segeberg Handy-Fahrer bereiten immer mehr Sorgen
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18:09 11.03.2020
Von Gerrit Sponholz
Bei einem Unfall im Mai 2019 auf der B205 bei Rickling waren ein Mensch getötet und mehrere schwer verletzt worden. Quelle: Feuerwehr
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Bad Segeberg

Wie oft die Handynutzung bei Verkehrsunfällen eine Rolle spielt, kann Kai Sievers, Verkehrsexperte bei der Polizeidirektion, nicht sagen. Aus Datenschutzgründen würden derzeit nur bei schweren Unfällen die Daten der Handys ausgewertet.

Oft aber fragten sich die Polizeibeamten, wenn sie zu Unfällen gerufen werden, warum ein Autofahrer auf gerader Strecke plötzlich nach links gezogen sei.

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Elf Menschen starben bei Verkehrsunfällen

Segebergs Straßen sind 2019 etwas sicherer geworden, geht aus der nun veröffentlichten Unfallstatistik für den Kreis Segeberg hervor. Die Zahl der Verkehrsunfälle sank um rund 1,7 Prozent, entgegen dem Landestrend (plus 1,6 Prozent).

Junge Fahrer und Senioren verursachten weniger Unfälle. Allerdings waren Radfahrer häufiger in Unfälle verwickelt. Elf Menschen (wie im Vorjahr) starben, die Zahl der Leichtverletzten sank tendenziell weiter.

„Insgesamt ist das eine positive Entwicklung im Kreis Segeberg“, freut sich Kai Sievers. Seit 2016 sinke die Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis Segeberg.

7763 Verkehrsunfälle

Im vorigen Jahr hatte es 7633 Verkehrsunfälle im Kreis Segeberg gegeben (Vorjahr: 7763). Bei 980 Unfällen (1051) wurden Menschen verletzt. 176 Beteiligte sind schwer verletzt worden (170), 1093 (1227) leicht, was Sievers auf immer bessere Sicherheitssysteme in den Fahrzeugen zurückführt.

Unter den elf Getöteten sind fünf Autofahrer, vier Radfahrer und zwei Motorradfahrer. Bei den Radfahrern kollidierten das Opfer und ein abbiegender Pkw, traf ein Klein-Lkw einen ausscherenden Radler, stieß ein Radlerpaar auf einer kleinen Straße mit einem Auto zusammen.

329 Mal waren Radfahrer in Unfälle verwickelt

Mit 329 Radunfällen (303) liegt der Wert etwa im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Der starke Unfallanstieg bei Pedelec-Fahrern scheint abgebremst. 30 Unfälle (2015: 16) wurden gezählt. Vielleicht haben sich die E-Radfahrer an den starken Antrieb gewöhnt, vermutet Sievers. „Die E-Räder entwickeln viel Antrieb nach vorne. Das muss man neu lernen.“

Stolz ist Sievers darauf, dass die Zahl der Motorradunfälle weiter sinkt auf 108 (125). Das sei wohl vermehrten Kontrollen in den beliebten Schmalfelder Kurven und zwischen Todesfelde und Stuvenborn geschuldet. Geholfen hätten wohl auch die vielen Presseberichte darüber. Schlechtes Wetter jedenfalls habe es für die Biker 2019 nicht gegeben. Daran könne es nicht gelegen haben.

87 Kinder sind verletzt worden

Kinder unter 15 Jahren waren 95 Mal in Verkehrsunfälle verwickelt (Vorjahr: 111). 87 Kinder (129) waren verletzt worden.

Wie bei den jungen Fahrern unter 25 Jahren ging auch bei den Senioren über 65 Jahre die Zahl der von ihnen verursachten Unfälle leicht zurück.

Bei jedem vierten aller Verkehrsunfälle war die Vorfahrt missachtet worden, bei jedem fünften wurde falsch abgebogen oder rückwärts gefahren, in jedem achten fuhren Radler oder Autofahrer in falscher Richtung oder Spur.

203730 Kraftfahrzeuge im Kreis Segeberg

Kraftfahrzeuge waren 2019 im Kreis Segeberg 203730 gemeldet, rund 13000 mehr als vier Jahre zuvor.

Andreas Görs, Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg, ist sich trotz der sinkenden Unfallzahlen bewusst: „Nicht alle Verkehrsunfälle lassen sich vermeiden.“ Allerdings sei immer noch eine Vielzahl der Unfälle auf menschliches Fehlverhalten zurückführen.

In diesem Jahr will er deshalb bei der Verkehrsüberwachung erneut Schwerpunkte setzen. „Ein besonderes Auge“ werde die Polizei auf Fahrer haben, die Handys während der Fahrt nutzen, zu schnell unterwegs sind und die zuvor Drogen, Alkohol oder bestimmte Medikamente zu sich genommen hatten.

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